Das Auge

tagebuch / diary

in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.
my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.
fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!
c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!
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luisa in one womens world - 24.06.2019 um 15:14:33

  


der tunnelblick der wissenschaftlerInnen im magnetfeld der männer-HERR-schaft ist schon kurios. da ist zum beispiel der krieger von birka: "manchmal lohnt es sich, nochmal genauer hinzuschauen," meint der spiegel und da geb ich ihm jetzt mal recht, obwohl sich das ja immer lohnt. denn was doch auf jeden fall - wikinger! harte kerle! wilde führer! - ein mann sein musste, entpuppt sich als frau. die kriegerin von birka.
wie wir schon von den kriegerinnen aus westafrika wissen, sind frauen wenns drauf ankommt gefürchteter als männer. sie sind knallhart: sie stehen eine geburt durch, sie bauen häuser - da kann kein mann mithalten, wie auch prinz harry schon bemerkt hat.
überhaupt gerät die bislang nie wirklich in zweifel gezogene männerherrschaft langsam ins wanken. da sind die kelten-fürstinnen von z.b. rheinheim, bettelbühl, heuneburg. da sind die kaiserinnen z.b. adelheid, theophanu. unter adelheid gab es keine kriege weil sie ihre gegner immer zu festen einlud wie schon weiland vor ihr die stadtkönigin von karkamesch in syrien, kubaba, auch kubalaya, auch kybele, die zur göttin wurde.
die angelsächsische königin boadicea kämpfte mit ihrem volk mit sensen und mistgabeln gegen die römer und sie gewannen sogar die erste schlacht. bekannter ist jeanne d'arc, vermutlich fällt es den geschichtsschreibern leichter eine grosse frau zu beschreiben wenn sie schliesslich hingerichtet wurde.

ziemlich unbekannt, weil verschämt von den archäologen verschwiegen, sind die beiden frauen aus dem oseberg-schiff in norwegen. herrin und dienerin hiess es zuerst, was anderes konnten sie sich halt nicht vorstellen. dann: mutter und tochter, aber die gen-analysen zeigten dass sie nicht verwandt sind. beide reich geschmückt. hm. da läge es doch nahe, ein frauenpaar zu sehen...
wirs habens mit einer gigantischen verschleierungstaktik in der archäologie zu tun. immer mehr fakten kommen ans licht, die frauen als künstlerinnen, gebieterinnen, fürstinnen, königinnen, kaiserinnen zeigen. die handabdrücke in den steinzeithöhlen sind grösstenteils von frauen, wie jetzt so langsam klar wird.

wo ist das problem leute? ohne frauen wärt ihr doch alle nicht auf der welt.

luisa in one world - 23.06.2019 um 10:45:00

  


 schreiben und arbeiten auf dem bett ist auch mein ding 


 und immer wieder der hund 


  


Das yoga mit guru, ashram, mantrasingen usw. ist überhaupt nicht meins. Mein ding ist: den körper erleben - lebendig machen und respektieren/ das dehnen und die luft durch den körper strömen lassen/ das unerwünschte wahrnehmen ohne es mit energie zu nähren.
Mein ding ist die schwerelosigkeit im wasser beim schwimmen, die glücksgefühle beim jodeln mit freundInnen. Der lotussitz war schon als kind meine lieblingsposition und den kopfstand habe ich mit über fünfzig gelernt, weil ich einfach wissen wollte, wie sich der anfühlt. Mein ding ist auch aus dem schmerz in die glückseligkeit herauszuwachsen – und das geht zum beispiel oft mit dem „hund“ im yoga besonders gut. Mein ding ist, die töne der umgebung aufzugreifen und mitzusingen, in der nacht in den himmel zu schauen und hinauszutreiben ins universum.
Ich will herausfinden wie es ist, alles auf meine art zu machen, nicht so wie es mir irgendwer sagt und das mag ich gern auch mit anderen teilen: finde heraus was ganz deins ist und genieße es.

Yoga with gurus, ashram, mantra ecc. isn't my thing at all. My thing is to experience, perceive and enjoy my own body, to feel the air flow through all cells when i extend parts of my body. My thing is to perceive the unwanted without nourishing it with energy, the weightlessness while swimming in water, the feeling of bliss while singing/yodelling with friends.

The lotusposition was my favourite already when i was a kid and the headstand i learnt when i was more than fifty years old because i wanted to know how it feels. My thing is to grow out of pain into bliss and that's often possible in the yoga dog position.
My thing is to pick up sounds and rhythms of the world around me and sing with them, to look into the dark sky at night and let myself drift into universe.
I want to find out how it is to do everything my way and not the way i'm being told to do and i like to share this experience with other women: find out what is yours and enjoy it.
luisa in one beautiful world - 21.06.2019 um 15:35:30

 auf dem kopf stehend sehe ich die welt mit anderen augen 


Was meine freundin melanie mir zum yogatag sagte wusste ich gar nicht: der wurde ausgerechnet von dem erzkonservativen narendra modi, dem indischen premier ausgerufen, der im yoga einen „kulturkampf“ gegen „westliche dekadenz“ sieht. Mich stört schon lang dass westliche frauen so kritiklos indischen yogis hinterherrennen und die ganzen „weisheiten“ fraglos übernehmen, oft von männern, die total homophobisch, manchmal auch noch frauenfeindlich (wenn sie nicht grad über eine herfallen) und fundamentalistisch sind.
Die in amerika lebende und arbeitende indische wissenschaftlerin meera nanda hat zu dieser problematik ein buch geschrieben „who owns yoga“ und kritisiert, dass hinduismus von der regierung finanziert wird – trotz der säkularen ausrichtung der indischen politik. Das ist natürlich das problem auch bei uns. Kirche und staat wird ja nicht wirklich getrennt.

An alle herren und meister: du hast nicht die scharfen augen einer fliege und auch nicht die geschwindigkeit einer gepardin, du bist nicht so tief verwurzelt wie eine akazie in der wüste und bist nicht so überlebensfähig wie eine kakerlake, du kannst den kopf nicht einmal herum drehen wie eine eule und auch nicht die flugbahn zu einer beute aus hoher höhe berechnen, du kannst nicht im tiefen meer genüsslich spielen und nur gelegentlich auftauchen wie ein delphin und bist nicht so lebenstüchtig wie eine ratte. Du bist nur ein einfacher mensch wie wir alle, also gib nicht so an.

What my friend melanie told me about the international yoga day (i didn't know it): it has been introduced by the ultra conservative indian hindu premier narendra modi, who considers yoga a weapon in the cultural fight against western decadence.
It has worried me for quite some time that women run after indian yogis without the least wide awake awareness and accept all those „wisdom teachings“ from very often homophobic, misogynous (if they don't savage some attractive young woman) and fundamental men without checking what it's all about.
Meera nanda an indian born scientist who lives and works in the usa wrote a book about all this called „who owns yoga“ and critizises that yoga is financed by the indian government despite a law that separates religion and politics. That of course is a problem in christian countries as well. Church and state are nor really separate.

To all masters and gurus: you don't have the incredible sight of a fly, nor the speed of a cheetah, you are not deeply rooted like the acacia in the sahara desert or vital like a cockroach, you can't turn your head around completely like an owl and calculate the distance to an animal of prey from great hights like an eagle, you cannot play in the deep sea full of joy and without needing oxygene for a long time like a dolphin, you are not as viable as a rat. You are just a simple human being, like all of us, so don't show off and make such a fuss!
luisa in relaxation - 20.06.2019 um 07:14:54

 baum tadasana 


 ein völlig neues kinofeeling 


Morgen ist internationaler yoga-tag. Was mich an yoga unterrichtenden am meisten stört: sie sagen yoga ist nicht turnen und bieten anfängerInnen die ultimative frustration mit extremen verrenkungen (naja, das ist wohl yoga). Sie sagen es geht nicht um vergleichen oder konkurrenz, aber dann werden einige hervorgehoben und gelobt. Doch, ja, es geht auch um ganz toll sein – das kannst du überall sehen. Und das spirituelle ist oft nur so eine verlogene glanzschicht drüber. Da gibts nur eine lösung: mach dich frei von „ganz toll“, sonst wird yoga zur drohenden gefahr.

Leider bringt der neue yoga film, der grad im kino läuft, da auch keine neue sicht auf yoga (ich war die einzige besucherin in münchens astor kino). Abgesehen davon, dass es die geschichte von einem ziemlich eitlen mann ist - yoga im todestrakt eines gefängnisses – ja klar, spektakulär, die schwerverbrecher plötzlich so sympathisch und fit für die exekution! Afrikanische kinder und männer in der kriegerhaltung – da fällt mir schlicht nix mehr ein, vor allem wenn der kenianer sagt: wir haben ein sprichwort „wenn du in rom bist, mach was die römer machen“. Das ist eben das problem des films überhaupt: die gefilmten menschen spüren was der filmemacher will und strengen sich an.
Ja klar, ich hab immer was zu meckern, besonders wenns um yoga geht!


Tomorrow is the international day of yoga. What irks me most with yoga teaching people: they say yoga isn‘t about gymnastics and then they offer beginners contorted movements impossible for them to follow (well i suppose that‘s what yoga is about). They say it‘s not about comparing each others but then especially flexible people are praised and highlighted. But yes, sure, it‘s about being super cool – you can see that everywhere. And the spiritual aspect very often is only a shining fake layer. There can only be one solution free yourself from wanting to be super cool or yoga can really harm you.

Unfortunately that new yoga film currently in the cinemas doesn‘t really change the view on yoga (i was the only visitor in the astor cinema in munich) apart from the fact that it‘s the story of quite a vain man – yoga in death row, spectacular, okay, and the dangerous criminals suddenly so simpatico and fit for execution. And then the kenian men and children all in the yoga position of the warrior, leaves me speechless really, especially when the one man says „we have a saying in kenia: when in rome do as the romans do!“ in a way it shows the problem of the film: people anticipating what is wanted from them and doing it for the director of the film,
okay i‘m fussy, especially when it comes to yoga.

luisa in one magical world - 18.06.2019 um 07:06:19

 zusehen wie die seifenblasen wissenschaftlicher mythen zerplatzen 


Wenn ich in bayern bin schaue ich mir immer sehr gern all die spannenden beiträge in der mediathek an, die „aus rechtlichen gründen in meinem land nicht“ gesendet werden. Gestern also bei arte den beitrag über die hochspannende höhle von bruniquel im aveyron tal in südfrankreich. Ein 15jähriger junge fand in den neunziger jahren in eben dieser höhle, in die er sich durch einen sehr engen durchschlupf hineinquetschte, eine kreisförmige struktur aus abgebrochenen tropfsteinen, die wieder von einer calcitschicht für die ewigkeit fixiert wurde. Weil sich niemand so recht erklären konnte was das ist, wurde die begonnene forschung eingestellt, und mit neuen analysemethoden vor wenigen jahren wieder aufgenommen.
Herauskam kurz gesagt: eine von menschenhand geschaffene kreisförmige struktur aus abgebrochenen stalagmiten, daneben ein kleiner kreis, darin mehrere feuerstellen, und, alles hielt den atem an, 175.000 jahre alt, also von den so genannten neandertalerInnen geschaffen. Wir wissen natürlich, dass es kleine frauenfiguren von berekhat ram/israel und tantan/marokko gibt, die noch viel älter, rund 250 000 bis 300 000 jahre alt sind.

Als ich diesen beitrag noch einmal im internet suchte, fand ich darunter bei google einen anderen beitrag aus spiegel online/american journal of human genetics: „wir sind neandertalerin“. Gerade hatte ich mich schon wieder aufgeregt, dass bei dem arte filmchen wieder die haarigen kerle am feuer sassen, weils in der frühzeit ja keine frauen gab, da hüpfte mein herz ein bisschen schneller: als sich nämlich neandertal mit modernem menschen paarte, kamen nur mädchen dabei heraus und wir haben folglich 2,5 bis 5% neandertalerinnen gen, nur weiblich, weil die frauen zwar ihre gene an männliche und weibliche kinder weitergeben, das männliche y chromosom aber nur von mann zu jungen weitergegeben wird. Aus der tatsache, dass kein neandertaler y-chromosom in unserem neandertaler-erbgut vorkommt, schliessen die forscher „dass die frauen nur mädchen gebären KONNTEN“ und ich sagte lachend WOLLTEN, aber das ist natürlich tabu.

When i‘m in bavaria i always watch the documentaries i cannot – for legal reasons – receive in portugal. For example this very exciting doc about the bruniquel cave of southern france/aveyron valley, where a 15 year old boy in the nineties squeezed into a very narrow long opening to find an enormous cave and a circular structure made of broken stalagmites, covered later again by calcite. Since no one could make sense of it all, the research stopped at the time and was later, a few years ago, taken up again with new multivariate methods of analysis.

Out came: a circle created by humans of broken stalagmites, a smaller circle and several fireplaces inside and, sensation, 175 000 years ago, by people called neandertal. We know of course that there are small female figurines discovered at berekhat ram / israel and tantan/morocco even older, around 250 000 to 300 000 years.

When i googled this documentary once more i discovered beneath bruniquel cave an article (spiegel online/american journal of human genetics) called „wir sind neandertalerin“(we are female neandertals) explaning that the genetic remains of neandertal people (2,5 to5 % in today's humans) derive only from female neandertals. Women passed their genes on to female and male kids, but men gave their y-chromosoms only to boys, so the fact that only female chromosomes by neandertals are found today means for scientists that, i quote: when neandertal and modern human had sex „women COULD not give birth to boys“ what about „DID NOT CHOOSE“ to give birth to boys? Mega tabu!

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