Das Auge

tagebuch / diary

in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.
my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.
fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!
c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!
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luisa in one world - 22.03.2019 um 07:53:44

  


In einer zeit wo nur noch millionen und milliarden zu zählen scheinen wirkt ein „grundeinkommen“ von 560 euro eigentlich lächerlich. In finnland haben 2000 menschen zwei jahre lang dieses monatliche grundeinkommen bekommen. Es war ein experiment. Und das experiment zeigte: sie waren glücklich, hatten mehr vertrauen in die zukunft.
Das kann ich bestätigen. Meine 600euro rente macht mich seit ich sie bekomme auch total glücklich, denn ob ich schlecht gelaunt oder gut gelaunt bin, ob mir was einfällt oder nicht, ob ich lust habe, was zu arbeiten oder nicht, ob ich was dazuverdiene oder nicht – jeden monat kommt geld rein. Das ist so ein tolles gefühl, das ich als freiberufliche autorin/künstlerin ja nicht hatte. Warum verwehren staaten ihren bürgerinnen und bürgern dieses gefühl, wenigstens existenziell abgesichert zu sein? Ich bin für das bedingungslose grundeinkommen, weil es die menschen glücklich macht.

In a time where only millions and billions appear to make a difference a basic income of 560 euros seem ridiculous. In finland 2000 people were granted 560 euros a month as a basic income. It was an experiment. And the experiment showed: those people were happy, had more confidence.

I can confirm that. My 600 euro pension makes me happy too. Wether i‘m well or sick, wether i have ideas or not, wether i can work or not, wether i can earn something on top of my pension or not – every month i have 600 euros to pay my bills and eat ecc. That is such a marvellous feeling of basic security i never had as a freelance writer/artist. I can‘t understand why rich governments deny their citizens this existential wellbeing. I plead for an unconditional basic income because it makes people happy.
luisa in one world - 20.03.2019 um 16:25:05

  


heute ist der tag des spatzes. während im alentejo kein mangel an spatzen ist, scheint er in deutschland zur bedrohten art zu gehören. warum?weils keinen dreck mehr gibt. bzw nur noch den unsichtbaren dreck, den wirklichen dreck, das gift.
eine statistik die gerade veröffentlicht wurde besagt, dass jedes 4. kind chronisch krank ist und die hälfte davon hat atemwegs erkrankungen...

today is the day of the sparrow. while in the alentejo there are plenty of them, in germany the sparrow seems to be an endangered species. because there is no dirt any more. or: too much of the invisible dirt,poison.
also today statistics were published that show that every 4th child has a chronic disease, half of the sick children have respiratory disorders...
luisa in transition - 18.03.2019 um 06:14:35

 sundown 


 rethink pechemerle 


 sharing my hammock with a gecko 


 sunrise 


Auf den eintrag über meinen spontanen iphone-kauf und meine zweifel kamen überraschend heftige reaktionen. das smartphone ist offenbar nicht einfach ein gerät mit funktionen. man kanns problematisieren wie prof. spitzer das tut (digitale demenz), eine frau, die in den bergen verunglückte hat ihr smartphone das leben gerettet, weil sie die retter an die stelle dirigieren konnte, wo sie verletzt lag. Es kann existenziell werden wie für die tochter einer freundin, die kein smartphone hatte - als einzige in der klasse und obwohl diese freundin eigentlich dagegen war, der tochter eins zu kaufen, hat sie nachgegeben.
ich habs jetzt halt, hab aber meine zweifel obs für mich überhaupt nötig ist. ich bin ohne fernsehen, ohne telefon, ohne auto, sogar ohne kühlschrank aufgewachsen. von dem kommunikationsüberfluss bin ich nicht angetan und das obwohl ich ja schon seit zwanzig jahren ein internet tagebuch habe - ich fing in einer zeit an, als die digital natives noch gar nicht geboren waren und es das wort "blog" noch nicht gab.

i had a few heavy reactions after my iphone post in my internet diary. a smartphone/iphone doesn't seem to be just a functional tool. you can make a problem of it like professor spitzer does (digital dementia). A woman who had an accident in die bavarian alps was however able to direct her helpers to the place where she had fallen to. It can be existential, like for the daughter of a friend who was the only child in her class without a smartphone. her mum originally didn't want to buy her one, but in the end gave in.

I do have my doubts - although i have it now - wether i need it at all. I grew up without television, telephone, car, even without a fridge. the communication overkill doesn't do anything for me, although of course i've had my internet diary for twenty years now. starting at a time digital natives weren't even born.
luisa in transition - 15.03.2019 um 09:15:35

 zistrosenblüte 


  


In einem portugiesischen klatschblatt (mein bevorzugtes sprach-lehr-material, weil die sprache einfach, übersichtlich und berechenbar ist) habe ich gelesen, dass die kanadische sängerin avril lavigne nach einer sehr schlimmen borreliose wieder aufgetaucht ist, an der sie beinahe gestorben wäre und wegen der sie jahrelang im bett lag und von ärzten als hysterisch und eingebildet bezeichnet worden war.
Da kam meine erinnerung an die borreliose wieder hoch. Das problem ist ja tatsächlich, dass die symptome derart unterschiedlich bei allen leuten sind, dass nur ein bluttest und nur in der phase, in der die borrelien sozusagen party machen, sich vermehren und im körper aktiv sind, klarheit bringt. Danach nämlich ziehen sie sich in muskelfasergewebe und nervenbahnen zurück und dann wird’s richtig krass.
Ich hatte glück. Die ärztin meiner mutter testete mich sofort auf borrelien als ich ihr erzählte, dass ich in portugal zusammengebrochen war, weil meine muskulatur plötzlich nicht mehr funktionierte, dass ich rasende kopfschmerzen und heftige fieberschübe hatte und mein ganzer körper sich anfühlte als sei ein lastwagen über mich drüber gefahren. Das war 2014 im märz. Trotz doxicyclin, dem zumindest damals einzigen antibiotikum, das borrelien einschüchtern kann, hatte ich drei jahre damit zu tun, die untermietenden wesen zu disziplinieren. Manchmal hatte ich solche schmerzen, dass ich kaum gehen konnte.
Was half? Ich pflückte frische, harzige zistrosen, zerkleinerte sie und legte sie in wodka ein. Nach ein paar tagen nahm ich die pflanzen raus. Von dieser tinktur nahm ich täglich dreimal fünf tropfen. Jeden tag. Jetzt nehme ich noch fünf tropfen einmal am tag. Die zistrose hat mich gerettet, davon bin ich überzeugt. Und yoga. Das dehnen, pranayama atemübungen haben unglaublich gut getan. Ich habe mit einer frau gesprochen, die nach einer borreliose im rollstuhl sitzt. Borreliose kann parkinson und multiple sklerose auslösen. Deshalb finde ich es wichtig, bei diffusen untypischen, unerklärlichen schmerzen und symptomen auf jeden fall einen borreliosetest zu machen, je früher sie nämlich erkannt wird, desto besser sind die behandlungschancen.

I read in a portugese tabloid (my language course material because of simplicity and predictability of words and contents) that the canadian singer avril lavigne reappeared with a new album after years of staying in bed with a lyme disease. She almost died because doctors took her for „hysterical“ and anaphylactic. This often happens because the symptoms of a lyme disease are difficult to estimate and vary with people a lot. Some might have horrible headaches, some can't walk, some feel sick and feeble ecc. all symptoms doctors tend to dismiss, especially in women.
When i read it, it took me right back to the day i had the first symptoms: i couldn't stand up, fell down and my muscles were limp. After a while i felt kind of normal again. Took a plane to munich and went to see my mum's doctor. She was brilliant and tested me for lyme disease. Bingo. Although i took doxicyclin (then the only antibiotic that could deal with borrelia) for three weeks i had very nasty symptoms for about three years, what with murderous headaches,high fevers, pain in my body as though a lorry had driven over me, sometimes i could hardly walk.
What saved me? Cistus. I plucked it fresh from the wilderness here in the alentejo, cut it in small bits and poured vodka over it, let it there for a few days and then took the plant stuff out (makes nice scent when i burn it). In the beginning i took three times a day five drops of this potion, now i still take it once a day. O, and of course yoga - the soft extension and pranayama breathing helped me overcome the worst borrelia hangovers.
I talked to a woman who is in a wheelchair after lyme disease. It's so important to discover the little buggers in time, because they can cause parkinson or multiple sclerosis as secundary disorders.
I think its worth to be tested for lyme disease if symptoms are puzzling and persistent, because the sooner the diagnosis the better the outlook for treatment.
luisa in one beautiful world - 14.03.2019 um 09:59:55

  


Gerade habe ich meine filosofischen fünf minuten, wie meine mutter zu sagen pflegte wenn sie über etwas nachdachte, was natürlich auch bedeutet: bloss nicht zu lang!! also während mein iphone irgendwo in der tiefe meiner reisetasche liegt und darauf wartet von ilse oder michaela wachgeküsst zu werden und mir klar ist, dass ich nicht nur kein smartphone sondern meistens auch kein klapphandy dabeihabe, wenn ich ins wilde land aufbreche (und wild heisst hier durchaus, dass tagelang, vielleicht wochenlang niemand vorbeischaut), weiss ich aber, dass die sicherheit, die ein mobiles telefon bietet nur eine scheinsicherheit ist (netz! akku!).
Wirkliche sicherheit für mich: die botschaften des eigenen körpers kennen und lesen, nicht weiter, schneller, extremer losziehen als es die eigene kraft verarbeiten kann, zuhause einen zettel hinterlassen wohin die wanderung in etwa geht und dann hemmungslos geniessen, dass ungesichertes herumstreunen einfach das schönste ist.

Zwar bin ich beim adac aber die strassen, die ich hier und in spanien oft fahre, die verlassenen dörfer, in denen auf dem hauptplatz nur ein hund steht, zu verloren um zu bellen, oder ein huhn, das einmal kurz interessiert aufschaut und dann weiterpickt – da vermagst du die verlassenheit der welt auch mit einem mobilen telefon und einer mitgliedskarte vom adac nicht zu überwinden. Gleichzeitig stärken diese situationen aber das gefühl für mich selber, das zuhause sein bei mir – überall.

I have my filosofical five minutes – as mum used to call it when she was thinking about something, not too long!! while my iphone sleeps somewhere in the depth of my travelbag, waiting for ilse or michaela to kiss it awake and i realize that i do not only have no smartphone but also no simple mobile phone with me when i take off walkabout in the wild country (and wild in portugal and spain often means no one shows up for days or weeks) i do know though, that safety as meant by smartphone or mobile phone is delusive (no access, dead akku).
Real safety for me is knowing my own body and its messages for me, not to go faster, more extreme or more into the wild than i can handle it with my own power, to leave a message at home whereabouts i'm heading to and then enjoy walking about without any devices of ambiguous safety.

I am a member of german automobile club adac but the roads i take in the portugese or spanish outback, where in abandoned villages there might be a dog too lost to bark or a hen looking up interestedly for a second to then continue picking it would be quite impossible to overcome the sense of being completely lost with a membership card of the adac. But at the same time these situations empower the feeling for myself, my being at home with myself, my body, my feelings, my confidence and selfreliance – everywhere.

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