Das Auge

tagebuch / diary

in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.
my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.
fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!
c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!
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luisa in one strange world - 26.08.2016 um 05:05:06

  


kein mann hat einer frau vorzuschreiben was sie anzuziehen oder auszuziehen hat. punkt.

no man is entitled to tell a woman what to wear what to take off. fullstop.
luisa in one mysterious world - 24.08.2016 um 14:57:22

 ausziehen und zwar sofort 


 die wollen dass wir uns ausziehen 


 das könnte ihnen so passen 


 lass dich mit dem kopftuch bloss nicht erwischen brischitt 


 und das geht natürlich gar nicht 


Frankreich dreht durch. Nach dem burkini verbot patrouillieren jetzt in nizza am strand schwer bewaffnete polizisten an den stränden und verlangen von bekleideten frauen dass sie sich ausziehen, weil ganzkörperbekleidung der guten moral widerspreche. Da sag ich doch nur: zieht euch gefälligst eure uniformen am strand aus, das ist doch keine angemessene kleidung!

France is getting crazy. After banning the burkini, police – fully armed fully dressed in uniforms – told a woman on nice beach to take off her clothes because she was not dressed according to good morals. My advice: while on the beach take off your uniforms!
luisa in one mysterious world - 23.08.2016 um 09:27:42

 alles mist 


 nahrung in hülle und fülle 


 nessel minze schafgarben tee 


Ein glückliches händchen hat unser innenminister de maiziere wirklich nicht. Zuerst scheitert er schon als verteidigungsminister und jetzt bringt er ein thema ins sommerloch, das die ohnehin angstgeschüttelten deutschen noch mehr verängstigt: wir sollen uns vorräte für katastrophen zulegen. Das war doch immer das thema der „morgen-geht-die-welt-unter“ fraktion. Zuletzt stiegen mal im chiemgau ein paar leute mit dosenfutter in einen bunker weil sie dachten die welt geht unter. Da klopfte nach zwei wochen die nachbarin an die tür: kennts aussa kemma, d'welt is ned unterganga.
Die discounter und supermärkte jubeln. Die etwas schleppend verkauften ollen konserven werden aus den regalen gerissen, flaschen gebunkert. Ich überlege: was würde ich in den keller stellen? Aus konserven mag ich nichts essen, plastikflaschen die eventuell zehn, zwanzig jahre da rumgestanden haben machen das wasser auch nicht trinkbarer. Ich schätze ich werde mich von brennesseln ernähren wie der tibetische eremit milarepa und aus dem steinsee trinken... Interessant finde ich die vorstellung, dass wir uns womöglich irgendwann auf den weg machen müssen und dann auf menschen treffen, die uns hassen, weil wir flüchtlinge sind.


luisa in one world - 22.08.2016 um 07:07:49

 mit herlinde an der isar 


 ingrid margret und ilse bei mir vor margrets gemälde von nancy spero 


 ingrid im schlosshof elkofen 


 bücher 


  


Ilse – aus berlin zurück – erzählte von der wohnung dort, bücherregale bis zur decke. Uns fiel auf, dass heute kaum noch jemand so viele bücher hat. Minimalismus ist angesagt, der lebensraum durchdesignt, präsentabel. Der druck „alles richtig“ zu machen übergross scheint mir.
Im freundinnenwochenende wurde das gegenteil lebendig: wohnungen mit vielen büchern, mit bildern, kunstwerken, künstlerischen experimenten, lieblingsdingen und, ja, vor allem, büchern (schau dir mal fotos von räumen von künstlerInnen früher an, alles kreativ chaotisch, gertrude stein, picasso, paula moderson becker, jane und paul bowles usw).
Bücher, diese kleinen wunderwerke zwischen zwei deckeln – du öffnest sie und eine welt steigt auf, manchmal ganz unbekannt, unbequem vielleicht sogar. Manchmal bezaubernd. Allerdings ist's wahr: so bezaubernd kann auch das internet sein – auf sehr kleinem raum. Zum beispiel die juli und august beiträge von cambra skadé....


Ilse – back from berlin – told us about the appartment where they stayed. Bookshelves up to the ceiling. And we noticed that bookshelves and books seem to be almost out of fashion nowadays. It's all about minimalism now, the living space designed and presentable. There is some pressure to do it the right way i suppose.
The weekend with friends showed the opposite: flats with lots of books, women artists who live with pictures, photos, objects and creative chaos (look at old pictures of appartmens of artists like gertrude stein, picasso, paula moderson becker, jane and paul bowles and so on – creative chaos).
Books – wonders emerging from the leaves, sometimes familiar streams, sometimes unknown even uncanny moments. Sometimes enchanting. However - the internet can be enchanting too and takes up next to no space.
luisa in one world - 21.08.2016 um 09:25:17

  


Wenn mir jemand eine hass-mail schickt, denke ich darüber nach, woher diese vehemenz, dieser hass kommt. Was ich schreibe provoziert manche. Dabei schreibe ich einfach was ich sehe, erlebe, fühle, was mich nervt, ärgert. Aber eben – manche halten das nicht aus.
In dieser mail steht, ich würde predigen, sei aber selbst eine ökologische drecksau. Dass ich eine umweltsau bin, habe ich in diesem tagebuch schon mehrmals bekundet, ich mache auch kein geheimnis daraus. Drecksau finde ich etwas übertrieben. Mein kleines auto kam gerade mit super abgaswerten durch den tüv und braucht 4 ½ liter auf 100 km, ich finde, das ist vertretbar, egal was jemand anderes denkt. Problematisch sind die flüge. Allerdings hab ich mich erkundigt: lufthansa fliegt auch ohne mich nach lissabon, sogar täglich mehrmals.
1992 beschloss ich die individuelle lösung für die natur: ich gab mein auto auf. Da wurde ich gleich mal von einem bmw halb tot gefahren. Über zehn jahre lang verzichtete ich auf das auto, das hatte zur folge dass die co2 werte trotzdem stiegen und ich ein paar freunde verlor die mich dogmatisch und lächerlich fanden. Also: individuelle lösungen gibt es nicht. Wenn fliegen und autofahren verboten wird sehen wir weiter.

Am interessantesten ist der letzte satz der mail: „ich kenne dich persölich“. Also jemand schreibt mir mit falscher adresse und wahrscheinlich auch falschem namen und sagt dann: ich kenne dich persönlich, heisst: aber du kennst mich nicht. Soll das eine drohung sein? Weck nicht meine geisterhunde...

When somebody sends me an email full of hatred, i start to think about it, why this hatred and vehemence? What i write provokes some. But i only write what i see, experience, feel, what irks me, gets to my nerves. But some readers just can't take it.
The mail i got claims i'd preach but really be a dirty pig ecologywise. I have admitted in this blog more than once that i'm not ecologically superclean. Dirty pig is a bit exaggerated! My little car just passed mot with super low emissions and it takes only 4 ½ litre for 100 km. I think that's okay, no matter what others say. My portugal flights are a problem, yes. But i started an inquiry and found out: lufthansa has several daily flights to lisbon, wether i'm on the plane or not.
In 1992 i went for the individual solution to help save the earth: i gave up my car and was soon run over by a bmw, almost died then. More than ten years i stuck to my car abstinence. Result: the co2 balance rose all the same and i lost a few friends who thought i was ridiculous and dogmatic. So: there are no individual solutions. If planes and cars aren't legal anymore we will see what can be done.

The most interesting sentence of that mail: "i know you personally". Someone writes an email with a false adress and tells me he/she knows me personally? But of course i don't know her/him. Is that supposed to be a threat?
Don't wake up my spirit dogs....

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