tagebuch / diary

in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.

my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.

fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!

c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!

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luisa in one world - 29.05.2020 um 08:06 Uhr

hund und zicklein am strand



wellen morgens

während des lockdowns, zwei monate ganz allein, hatte ich plötzlich das bedürfnis, ein bisschen mehr an die welt angeschlossen zu sein und meldete mich bei instagram an. zwar stelle ich dort nichts rein, kann aber sehen was meine freundinnen bewegt und vor allem sind ja alle museen und sehr viele künstlerInnen, zeitungen, zeitschriften und tv sender da drin. eigentlich sind alle da drin. früher hiess es, wenn du schwerhörig bist, dann hast du den anschluss an die welt verloren. heute ist es: wenn du nicht bei instagram bist. zwar, ja, finde ich all die anregungen dort inspirierend bin aber schockiert über das maß an hass, wut, bockigkeit, aggressivität bei den kommentaren zu so banalen posts wie nachrichten/tagesschau. es ist ein bisschen so, als hätten alle ihre gedanken auf laut gestellt und es wird sichtbar, wie unzufrieden die  menschen sind.

 

during lockdown, two months all alone, i suddenly felt i wanted to be connected to the world a bit more and went to instagram. i don't post anything there but enjoy reading/seeing what my friends are up to, and of course there are museums, artists, galleries, magazines, tv channels ecc. well it seems everyone is there. in the old days you were cut off from the world if you were deaf, today it's: if you're not in instagram. i find many posts very inspiring but am shocked at the amount of hatred, aggression, anger in comments and it's visible how disconteted people are.


luisa in einer wunderbaren welt - 28.05.2020 um 08:26 Uhr

stockrosen v2



blaus bleamal



kreativ chaos



regenbogen ueber mourao



sonnenuntergang v2

im lockdown erlebte ich die magie des lesens wieder ganz neu. filme anschauen ist natürlich auch sehr wunderbar. mit einem schlechten internet eher etwas mühsam. aber der unterschied zum lesen: das bild wird fertig geliefert. du kannst es mögen oder nicht. wenn du liest, schaffst du die bilder im kopf selber. ich spüre da ganz andere hirnverbindungen als beim zuschauen. beschreibungen wecken erinnerungen, töne, gerüche. da stehen nur kleine schwarze symbole, die erschaffen im hirn ein buntes, chaotisches auch manchmal, imperium. einfach genial. (bücher gibts z.b. u.a. bei ursula und andrea im laden oder zum bestellen bei frauenliteratur.de)

during lockdown i experienced reading in a new way. it's great to watch films, yes, but with a weak internet it's not so great really. the difference to reading: the picture is delivered readymade. you can like it or not. when you read you create the pictures in your head yourself. i feel totally different connections in my brain when i read. descriptions summon memories, sounds, fragrances. there are only little black symbols, but what amazing power they have. they create a colourful, sometimes even chaotic imperium. simply brilliant. for english books in munich check readery.de.


luisa in one world - 27.05.2020 um 09:49 Uhr

graeser v2



alentejo farben

mal wieder richtig dehnen

mal wieder dehnen

das centro nautico am see ist wieder geöffnet, ich freute mich und bestellte einen gin tonic. an mir kann man sehen was alkohol im menschlichen körper anrichtet. ich kann den nicht verstoffwechseln. eine halbe stunde später fiel mir der gin tonic wieder aus dem gesicht. ich war krank. wirklich krank. schade. ich würde ja gern mal saufen - kann aber nicht. dann bleib ich halt weiter stocknüchtern und mach yoga...

 

centro nautico by the lake has reopened, i was happy and ordered a gin and tonic. unfortunately alcohol in such a quantity has a devastating effect on my body. i can't metabolize it. half an hour later it fell out of my face again. i was sick. really sick. a shame! i would like to get pissed sometimes - no chance. so i stay sober and practise yoga...


luisa in deep thought - 26.05.2020 um 10:10 Uhr

versteinerte riesensemmeln



verwilderter bachlauf



verwildertes haeuschen

die will ich aber auch nicht dann lieber gebissen, gezwickt und gestochen werden

die giftschleudern

überall wird das sterben der insekten beklagt. da wo ich durch die wildnis streifte, waren wohl die letzten überlebenden. ich musste drei zecken von meinem hals entfernen, mücken, fliegen, käfer, ameisen aller arten, fliegende brummende, summende, stechende, saugende lebewesen. aber der höhepunkt war die invasion der kleinen skorpione. ungelogen hunderte klebten an einer hauswand, krochen überall und eben auch an mir. doch, ja, ich schrie auf als ein, immerhin sehr kleiner, harmloser skorpion meine linke wange aufsuchte. als ich ihn - sanft - wegwischte, musste er mich aber natürlich zwicken und ein kleines rotes mal hinterlassen - zur erinnerung an die liebe wilde natur und meine sentimentale vorstellung davon. und doch! die glücklichen vögel!! nachtigallen, schnäpper, pirole, bienenfresser, käuzchen, raubvögel und gegen mittag sogar drei adler...

we always hear about how most insects have been wiped from the face of the earth. where i walked, up alto alentejo, must have been the last resort of all of them. i had to take three ticks off my neck, there were bugs, mosquitoes, flying humming, singing, drumming, sucking, stinging beings. but the invasion of the small scorpions topped it all. i'm not exaggerating: hundreds hung on a wall in the sun and i admit i shrieked when one of them reached my left cheek. i brushed it off softly - of course it pinched me a bit and left a red mark, probably to make me remember the wild nature and my sentimental view of it. and yet! the happy birds!!latches, orioles, bee eaters, nightingales, tawny owls at night, hawks, and at noon even three eagles...


luisa in one world - 25.05.2020 um 13:38 Uhr

am apartado stausee

am apartado stausee

das interview mit  professor streeck in der faz ist sehr lesenswert. sachlich. unaufgeregt und irgendwie überraschend.

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