tagebuch / diary

in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.

my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.

fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!

c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!

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luisa in one world - 02.08.2021 um 06:29 Uhr

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gestern nacht dachte ich an den 1. august 1949. meine mutter fuhr hochschwanger mit mir in der linie 8 zum münchner ostbahnhof. beinahe wäre ich in der trambahn auf die welt gekommen. sie schaffte es aber nach hause, die hebamme frau langenecker kam, warf meinen vater raus, der stress machte und ich wurde bei sonnenaufgang geboren.

der 2. august bleibt auf traurige weise mit mir verbunden, denn an diesem tag wurden tausende roma und sinti von den nazis im konzentrationslager birkenau umgebracht, darunter viele kinder. die katholischen kinderheime lieferten die kinder an die nazis aus, die muslimischen nicht. der 2. august wurde zum gedenktag an die opfer dieses verbrechens.

und wenn nochmal so ein/e idiot/in die pandemie mit dem mord an juden, sinti und roma  vergleicht werde ich ungemütlich. 

 

last night i thought of august 1 in 1949. mum sat in the tramway number 8 to munichs east station and she was in labour almost giving birth to me there. but she made it home, the midwife came, sent my father away who was making trouble and at sunrise i was born.

august 2 stays connected to me in a very sad way. on this day the nazis killed thousands of roma and sinti at the concentration camp of birkenau. the catholic homes for children handed sinti and roma children over to the nazis to be killed, muslim homes didn't. august 2 is proclaimed now a memorial day for the victims of this crime.

there are idiots in the movement against pandemia who compare the measures of the government with extermination of jews, sinti and roma by the nazis. that makes me really angry. 


luisa in one quiet world - 01.08.2021 um 08:34 Uhr

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drei uhr morgens

vollkommene stille tiefer frieden

die schreckensmeldungen sind verstummt

die bäume wispern im nachtwind

umgeben von den erzählungen der bücher und den erinnerungen des tages

liege ich hellwach

die erddrachin träumt

einen kostbaren augenblick lang verstehe ich alles

 

three in the morning

complete silence and peace

no more  horror news now

trees whisper in the night breeze

surrounded by the tales of books and memories of the day

i lie wide awake

the earth dragon is dreaming

for one precious moment i understand everything


luisa in gedanken - 31.07.2021 um 07:49 Uhr

gestern am ostbahnhof in münchen

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die welt mit hass zu vergiften ist auch ein umweltproblem

 

to poison the world with hatred is also an environmental problem


luisa in einer schönen welt - 30.07.2021 um 06:04 Uhr

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ich führe keinen kampf mehr

gegen das reich der idioten

gegen ihre gier und ihre anmassung

flickschusterei am kaputten system

ohne aussicht auf linderung

 

lieber preise ich die schönheit der erde

die klugheit der kleinen wesen

die wunderwelt im zwischenreich

und gleite durch die ströme der freude

wie ein fisch im klaren wasser

 

i won't fight any more

the empire of idiots

their greed and presumptuousness

trying to mend a rotten system

without prospect of relief

 

i'd rather praise the beauty of the earth

the intelligence of the little people

the miraculous world in between

and float through the streams of joy

like a fish in clear water

 


luisa in gedanken - 29.07.2021 um 09:17 Uhr

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wir haben uns viel zu lang mit der herrschaft der herren, dem blick der herren auf uns frauen, den verordnungen der herren aufgehalten, so lang, dass wir mühe haben einen eigenen blick auf die welt zu wagen.

wir wissen jetzt dass es wohl 300 000 jahre menschliche kultur und kunst gibt (bruniquel ca. 175000 jahre, berekhat ram ca 300 000 jahre, tantan ca 250 000 jahre). da müssen wir uns doch fragen wie haben diese menschen gelebt, dass sie in all der zeit keine raketen, keine atombombe, keinen panzer, keine waffen usw. erfunden haben. sie brauchten das nicht. warum? sie waren wenige. warum? weil die frauen die macht über ihren körper hatten. sie bestimmten. sie lebten in kleinen gemeinschaften,  es gab keine kleinfamilien,  keinen besitz, keine spekulation, keine umweltverseuchung. sie waren eben noch nicht fortgeschritten. 

 

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