tagebuch / diary

in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.

my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.

fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!

c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!

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luisa in einer schönen welt - 02.10.2022 um 07:44 Uhr

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 für volksfeste bin ich nicht die richtige, eigentlich eine spielverderberin. wiesn - na wirklich ned! mittelaltermärkte - da denk ich leider immer an die "hexen"verbrennungen! jetzt bin ich aber doch zum al moussassa fest nach marvao gefahren, ein "arabisches fest", das die arabische phase von marvao im 9. jahrhundert feiert oder nachspielt, wie auch immer. marvao war im 9. jahrhundert von so genannten mauren besetzt, dann wieder von christen erobert usw. es liegt auf 860 meter, ist der höchste punkt des nationalparks serra marmede und wenn ein fest ansteht muss man unterhalb des klosters parken und den halben berg hinaufgehen. arabisch - das heisst für mich alkoholfrei und leckeres essen. leider nein. bunte deko - ja die gibts. schöne arabische und nordafrikanische stoffe. dann aber überall die international bekannten ramschbuden, flatterklamotten, schmuck, ledertaschen usw. und jede menge bierbuden. das exotischste essen: döner. einzig die kandierten früchte und die gerösteten nüsse fand ich stimmig. der tanz der frauen... da hatte ich eine schmerzhafte erinnerung an den bauchtanzkurs. am zweiten abend brachte die ägyptische lehrerin ihren freund mit und die beiden krümmten sich vor lachen als wir "tanzten". das wars für mich mit bauchtanz (ich weiss natürlich dass das ursprünglich ein tanz der frauen für frauen ist). die tanzenden frauen und mädchen in marvao waren irgendwie schon sehr berührend.

 

i'm not really into festivals and public parties but i thought i should see the al moussassa festival at marvao, on top of the national park serra marmede. you have to walk half of the 860 metres high mountain because there is no access to the town. i expected from this arab festival interesting food and certainly no booze. the decoration was great, i will admit. but i wasn't into the "authentic" outfit what with the usual little stalls selling international junk like cheap jewellary, leather stuff, clothes ecc. roasted nuts and cristallized fruit seemed quite typical for arab countries. the dance of the women reminded me of my only attempt to learn bellydance. the second night the egyptian teacher brought her partner and they had a good laugh at our interpretations of bellydance. quite humiliating. that settled it for me. no more bellydancing. the women and girls dancing at the marvao festival were quite endearing


luisa in one beautiful world - 30.09.2022 um 08:39 Uhr

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gestern abend sass ich in der dunkelheit und rief alle guten geister von denen die welt scheinbar verlassen wurde. ich wiegte mich mit den baumgeistern im wind, sang meinen zauberspruch und dachte vielleicht sind wir jetzt so abhängig von fernsehen und internet weil wir nicht mehr nomadisch leben. die wechselnden aufregenden bilder ersetzen die bewegung? oder die urlaubsreisen - exzessiv, weil abwechslung lebenswichtig wird? wenn ich die wohnmobile sehe denke ich schon dass sie das nomadische wieder aufnehmen. sesshaft ist halt langweilig. immer das gleiche.... nur so ne idee...

last night i sat in the darkness and called all the good spirits which seemed to have left the world. i swayed with the spirits of the trees in the wind, sang my magical spell and thought that we are maybe so dependent on tv and internet now because we don't live a nomadic life anymore. its like we need the changing interesting images to replace the lack of movement? and think of the holiday trips or the caravans moving through europe or through the world even - that seems a revival of the nomadic! to live in the same place all the time is boring, always the same....just an idea...


luisa in einer schönen welt - 29.09.2022 um 10:32 Uhr

wunderbare schiffsfahrt auf dem alquevasee mit maria

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hausdurchgang in evora

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abends am alquevasee

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da kommt sie wieder

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wie hier schon oft erwähnt: ich habe eine formular phobie, also ich nenne das so. phobie ist es nicht wirklich. eher abscheu. ich weiss nie genau was hinter den fragen steckt und welche auswirkungen meine antworten haben. gestern aber fuhr ich nach evora in die zentrale der strom-gesellschaft, weil ich endlich diese exorbitanten beträge klären wollte, die in einer zeit anfielen wo ich gar nicht in portugal war. es ist nicht so sehr das geld das mich ärgert. es ist die ungerechtigkeit (mond im skorpion, hier sei mal gesagt dass das zeichen skorpion in unserer zeit extrem wichtig ist - starkes gerechtigkeitsgefühl, sofort merken wenn was nicht stimmt, tief blicken, keine angst vor auseinandersetzung). ich kam sofort dran, sagte gleich dass ich es schwierig finde ein problem auf portugiesisch zu klären aber niemand sprach englisch. also portugiesisch. die sachbearbeiterin schaute sich die rechnungen an und - unvergesslich - ein kurzes freudloses lachen entfuhr ihr. kurz gesagt: neuer vertrag. ab jetzt 8.50 abschlagszahlung im monat und jahresrechnung über den realen verbrauch. und dazu das lob von ihr: sie sprechen doch ausgezeichnet portugiesisch. ich ging in ein kleines restaurant essen. es war sehr gut (mittagsmenü für angestellte und arbeiterInnen 6 euro), tomatenreis mit pilzbeilage. weil ich das stromproblem gelöst habe, fing ich auch gleich an den kaktus zu stutzen, er wird einfach zu riesig. ja klar, ich könnte mir für alles hilfe holen, für den strom, für den garten. aber ich wills nun mal selber können...

 

as i already mentioned here: i have a problem with contracts and forms and questionnaires of all kinds. yesterday was the day: i went to evora to sort out the electricity problems, those incredible bills. its not so much about the money, what irks me is the injustice of it: why do i have to pay so much for a time i actually spent in germany?! its not fair and i'm not going to accept it. i went into the loja and asked for help in english, but no one spoke english. i said i don't speak portugese well enough to explain every part of the problem, but i'll try. i didn't have so say much. when i showed the bills the clerk uttered a short dry barking laugh. to make a long story short: new contract, 8.50 a month and a proper bill at the end of the year according to my actual consume of power. and her amazed statement: but you speak perfect portugese. i went to have lunch in a wonderful little restaurant, tomatorice with mushrooms, 6 euro, a place where workers and clerks eat. i felt elated and at home started to cut the cactus, its growing too fast and covers too much space. true, i could get professional help for every problem in my life but i just want to be able to tackle it myself...


luisa in spottlaune - 27.09.2022 um 08:47 Uhr

ich bin eine FRAU

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wie, jetzt sollen wir nicht mehr frau sagen dürfen? wir sind keine frauen mehr sondern personen mit gebärfähigkeit??

meine oma fährt im hühnerstall motorrad motorrad motorrad

meine oma fährt im hühnerstall motorrad

meine oma ist ne ganz moderne

person mit erloschener gebärfähigkeit???

 

frau woman mulher mujer donna femme kobieta alssyd

 

das möcht ich schon sehen ob mich wer dran hindert mich selbst als frau und frauen als frauen zu sehen, zu benennen und auf den ganzen diversitätswahn zu pfeifen. divers ist okay, aber daraus frauenfeindlichkeit zu konstruieren ist doch nur der lächerliche versuch das wachsende selbstbewusstsein von frauen endgültig zu zerstören.

muss es denn wirklich so weit kommen dass ein mann einfach sagt: ich bin eine frau. und wir frauen nun einfach sagen müssen: hosen runter!

ich bin eine frau. eine stolze frau. und niemand wird mich daran hindern das zu sein und das zu sagen.

eine frau rudert in einem boot. im boot liegt eine angel. die wasserpolizei kommt. der polizist: sie bekommen eine anzeige wegen illegalen fischens. die frau: wieso. ich hab doch gar nicht gefischt. er: aber sie haben alles dabei zum fischen. sagt sie: sie bekommen eine anzeige von mir wegen vergewaltigung. er: ich hab sie doch nicht mal angerührt. sie: aber sie haben das ganze equipment dabei, das sie zur vergewaltigung brauchen.

 

what kind of madness is this: we are not allowed to say "woman" anymore. person with the ability to give birth? diversity is okay but if its used to eliminate the upcoming strength of women its definitely not okay. is it really necessary to say to a man who suddenly declares he is a woman: undies down!

i am a woman, a proud woman and nobody will stop me to be a woman and to say it.

a woman rows a boat. in the boat there is a fishing rod. the waterpolice stops her. the policeman says: i will report you for illegal fishing. she: but i'm not fishing at all! he: but you have everything it takes to fish in your boat. she: i will report you for rape. he: but i didn't even touch you. she: but you have everything it takes to rape me between your legs.


luisa in one world - 26.09.2022 um 15:57 Uhr

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schon interessant wie unterschiedlich die wirklichkeitswahrnehmungsproduktion ist. gestern war ich mit maria auf dem privaten kleinen flohmarkt, der alljährlich zwischen den felsen auf dem grundstück eines engländers abgehalten wird. eine band spielte, es war zünftig. ein deutscher kam mit mir ins gespräch. er sagte er fänds hier so schön die portugiesen seien so nette freundliche entspannte leute. hm, ich dachte an meine nachbarin die um zwei uhr nachts zu mir gekommen war weil ihr sohn sie verprügelt hatte, und die nachbarin die abgehauen war weil ihr mann unerträglich und gemein war, und an die frau die eigentlich meinen kamin streichen wollte, dann aber ihrem mann davon gelaufen war. naja. ich sagte: die männer trinken halt soviel da gibts dann konflikte. er: na soviel trinken die doch nicht. ich: portugal hat die höchste rate häuslicher gewalt in europa. er: das sind so erhebungen... ich: jeden dritten tag stirbt eine frau, die von ihrem mann, sohn, bruder oder schwager umgebracht wurde. tot ist tot. die sonne schien und es war schon ein bisschen komisch, dass unser gespräch gleich so krass wurde. dann redeten wir über jazz und als ich sagte ich hab auch mal in einer jazzband gesungen wollte er gleich dass ich spontan hier mitsinge. ich holte das totschlagargument raus: ich jodle jetzt mit zwei frauen in einem dreigesang. weg war er.

abends liessen wir im centro cultural den wunderschönen tag ausklingen, maria verträgt noch rotwein, die glückliche, ich vertrug bestens frisch gepressten orangensaft mit rote beete und ingwer. super kombi.

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