Das Auge

tagebuch / diary

in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.
my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.
fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!
c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!
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luisa in one beautiful world - 10.07.2017 um 07:51:47

 am chiemsee in chieming 


 evi 


 die profis 


 vorsicht sturm 


Sonntag in chieming am chiemsee: ilse und ich trafen uns endlich mal wieder mit evi zum singen. In chieming war ein „aufgschpuit“ angesagt, also eine art volksmusik-event. Wir fuhren auf den parkplatz für musikanten und weil wir weder bayrisch verkleidet waren, noch eine anmeldung hatten, jodelten wir dem kontrolleur schnell den „vexierer“. Er war begeistert, wir hatten einen parkplatz - keine kleinigkeit direkt am see.
Weil wir schon um zwei da waren (um drei ging die veranstaltung los) setzten wir uns vor dem thomafischer auf die bank und sangen uns ein. Mit evi dreistimmig jodeln ist einfach immer ein genuss – wir sind ein guss! Nach einem rundgang zu den anderen musikantInnen landeten wir wieder beim thomafischer wo wir sogar den alten herrn dazu brachten seine wunderbare bass stimme einzubringen. Gegen fünf ging uns die luft aus und wir fuhren wieder heim. Eigentlich wollten wir noch im chiemsee schwimmen aber ein wetter zog auf und wir kamen in ein grandioses gewitter, der blitz schlug irgendwo neben uns ein, der donner erschütterte das ganze auto und es schüttete so stark, dass wir schliesslich stehenblieben. „aufgschpuit“ aus dem himmel!

Sunday in chieming by the lake chiemsee: finally, after quite a long time, we met evi again to sing together - there was a folkmusic event at the waterfront. We drove into the parking lot for musicians but since we were neither dressed up in bavarian costumes nor did we have a copy of the entry form we yodelled - and were admitted.
The event was to start at three, we were already there at two o'clock, sat on a bench in front of the famous „thomafischer“ and started to sing. With a break of maybe half an hour (we walked to listen to the other musicians) we sang and yodelled for more than two hours, returning to the „thomafischer“ by the lake and encouraging the old man there to join in with his wonderful bass voice.
We had wanted to swim in the lake but a thunderstorm made us leave. There was a lightning quite close and thunder shook the car – fabulous music from the elements! We had to stop on our way home - it was raining so hard we could't see a thing anymore.
luisa in one stupid world - 08.07.2017 um 08:33:42

 schluss mit 


 krieg spielen 


Ich war mal in den siebziger jahren, 1972 glaub ich, auf einer demo in münchen. Es beunruhigte mich, dass die ersten reihen des demonstrationszugs mit tüchern vor dem gesicht, helmen, dunklen annoraks, schildern und flaschen ausgerüstet waren. Wir dachten damals ja es geht um inhalte, um die freiheit im öffentlichen raum. Aber dann wurde „die schlacht am karlstor“ draus. „wir brechen durch“ wurde gerufen. Die innenstadt war sperrzone. Ich löste mich aus der demo und ging durch den oberpollinger, war ungehindert in der sperrzone und hörte hinter mir glas klirren und holz brechen. Was ich damit sagen will? Viele jungs bereiten sich mit kriegsspielzeug ihre ganze kindheit auf einen echten kampf vor. Und der muss dann auch laufen. Manche gehen zur polizei oder zur armee und dürfen legal kämpfen, andere gehen zu den autonomen, oder zu den rechten randalierern, andere werden hooligans. Und ich kann gar nicht sagen wie mich das anödet. Weil es die machtverhältnisse noch nie verändert hat, im gegenteil. Jeder kampf verschärft die gesetze und schränkt freiheiten und bürgerliche rechte ein.

In the seventies, i think it was 1972, i went to a political march – it was about civil rights, but i noticed that the first rows of this march were equipped with helmets, bottles, dark clothes. They had covered their faces and wanted to „break through the karlstor“ the old medieval gate to the city which was declared exclusion zone by the police. I sneaked out, walked through a department store and had entered the city legally while behind me there was a horrible fight going on, glass breaking, wood splittering, later called „schlacht am karlstor“(battle of karlstor). At the time for me it was about issues. But it was really only about having a good fight with the police. What i want to say? Many boys prepare for real fights all their childhood with toy weapons, when they grow up they want real fights, join police or army and are legally allowed to fight, or they become hooligans or left/right rioters. And it bores me stiff. Because fights never changed the structure of power – the very opposite: every fight tightens the laws and cuts more of civil rights.
luisa in one absurd world - 06.07.2017 um 08:11:42

  


Dieser g 20 gipfel ist eine einzige geld/energie/zeit-verschwendung weil die punkte, die wirklich interessant wären, sicher nicht angesprochen werden: die arroganz der reichen länder. warum fliehen menschen aus ihren heimatländern? Weil u.a. wir die waffen für die konflikte dort liefern (es gibt in afrika keine waffenproduktion). Weil es keine sozialsysteme gibt, die menschen ohne geld auffangen würden. Weil all diese milliarden die angeblich nach afrika fliessen in die falschen hände geraten – damit finanzieren ein paar familien ihre luxusbedürfnisse, die ausbildung ihrer kinder und, ja, waffen. Meine forderung wäre ein grundeinkommen für frauen.
Ich muss mir nur die leute vor augen halten die die g 20 länder vertreten, dann ist mir klar was das nur für ein kasperltheater werden kann. Ein gigantisches kasperltheater, das eine menge geld verschlingt.

This g 20 summit is one big waste of time, money and energy, because the only interesting issues wont be an issue at the conference: why do people flee from their home countries? Because we (among others) provide the arms for the conflicts there, its the wars that cause hunger and pain. Because in africa there are no social systems which could prevent poor people from stranding. All those billions of euros and dollars which reportedly flow into africa arrive in the wrong hands. Some families finance their luxury lives, the education of their children abroad and of course arms. I'd ask for a basic income for women.
When i see who takes part at this summit i know that it can't be other than a punch and judy show, a gigantic and very expensive farce.
luisa in one world - 05.07.2017 um 05:58:51

  


  


Die wassergöttin sah ich
und die wolkentanten
sie lachten
ob du es jemals lernst?
Ich fange immer wieder von vorn an


I saw the watergoddess
and the cloud aunts
they laughed
will you ever learn?
I always start again
from the beginning
luisa in one beautiful world - 03.07.2017 um 07:36:37

 debbie ilse und carin an einem kunst bushäuschen 


 vor der pension bals in hittsau 


 lagebesprechung 


 christine an der zither 


 an der bolgenach 


 kuhparadies 


 gleitschirmflieger 


  


 gipfel im nebel 


 welchen schnaps sollen wir nehmen 


 ich nahm eine homöopathische dosis gelber enzian 


Wir machten einen besuch im atelier der malerin carin stoller und fuhren dann weiter nach hittisau in die wunderbare pension bals, wo carin unseren yoga ausflug organisiert hatte. Da gibt’s auch das frauenmuseum mit der ausstellung über massai baumeisterinnen (noch bis oktober, die hittisauer handwerkerinnen versteigern bei der finissage selbstgebaute truhen für die massai frauen, das geld geht in ein projekt gegen die verstümmelung von frauen).
Was im hinterland von bregenz, im bregenzer wald, besonders auffällt: architektur mit viel holz, bushaltestellen von künstlern gestaltet, das werkraumhaus/vitrine vom architekten peter zumthor, wir quetschten uns aber alle in das kleine holzhäuschen davor und jodelten, wanderten in der höhe bei bezau (mit der gondel hinauf) und an der bolgenach, machten am fluss ein schönes ritual bei dem jede von uns frauen mit einem stein ehrte, die sie für sich wichtig fand ,viele ehrten ihre mutter. Yoga in der pension bals – ein traum auf dem schönen holzboden im saal und danach köstliches essen, vegetarisch oder mit fleisch. Was man sich kaum vorstellen kann: dass die hittisauerInnen früher einmal sehr arm waren und goissfüss genannt wurden (ziegenfüsse). Heute wirkt alles sehr reich, bürgerlich-bäuerlich aufgeräumt. Die landschaft ist ein traum.

We visited the workshop of carin stoller the painter and then went on to hittisau, where she had organiszed our yearly yoga retreat. The women's museum of hittisau is showing massai women who build their own houses, at the finissage in october handmade chests of hittisau women artisans will be sold in an auction, the money goes to a project against mutilation of women.
There is a lot of spectacular architecture to be seen in „bregenzer wald“ the land behind lake constance and bregenz. Busstops designed by artists, peter zumthor's werkraumhaus/vitrine – we all squeezed into a tiny wooden hut in front of the workshop and yodelled. We went up a mountain near bezau in a cable car and walked around there, walked along the river bolgenach and in a ritual honoured women who were important for us by putting a pebble on a heap, many honoured their mothers.
Yoga in the pension bals: wonderful on that smooth wooden floor in the hall. Afterwards delicious vegetarian and nonvegetarian food.
One can't imagine that the hittisau people once were called „goatfeet“ because they were so poor. Today everything seems rich, rural-civicly tidy. The landscape is a dream.

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