Das Auge

tagebuch / diary

in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.
my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.
fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!
c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!
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luisa in one world - 11.08.2017 um 08:43:44

 mein lieblingsantiquariat 


 paul im cafe horst 


 margret greenmans portrait von mir 


Gestern: eine reise durch die welt der kunst. Zuerst mit paul ein besuch im museum brandhorst. Mei, die haben sich ein museum für ihre sammlung gebaut, das ist ja eine schöne sache, aber die ausstellungen – ich fühle mich da eher wie in einer kuriositätensammlung. Es gibt ein einziges kunstwerk das mich wirklich umhaut: eine bronze von cy twombly die einen stein mit vier blumen darstellt.
Die hatten mal eine angenehme gastronomie. Jetzt heisst das café „horst“ ("brand" wäre ja auch zu blöd gewesen) und serviert die (zwar gute) suppe in einer innen angeschlagenen emaillierten blechschüssel. Dieser gefängnis-chic mag für das neu-spiessertum toll sein ich finde es einfach nur unappetitlich.
Dann habe ich die malerin margret greenman getroffen, die ich so wunderbar finde und die den ganzen zynismus des kunstmarkts ertragen muss: du warst nicht auf einer kunstakademie – indiskutabel, egal wie gut deine bilder sind. wenn ich shows haben oder verkaufen wollte, würde ich mir eine entsprechende vita wahrscheinlich fälschen, so vieles in der kunst ist doch sowieso gefälscht.
Abends zog ich mir auf zdf info ägyptische kunst bis zum abwinken rein. Eigentlich bin ich auf den ägyptenhype allergisch - die fassade der wunderschönen nofretete ist natürlich eine fälschung, die forscher des 19, jahrhunderts haben einfach ihr bild der welt, archäologie, geschichte und wissenschaft nach ihrer etwas beschränkten und sehr patriarchalen vorstellung geformt. aber die zwei sendungen waren so angenehm unaufregend nach den nachrichten.

went to the "brandhorst" museum with paul yesterday and again i had a feeling of being in a curio shop. the one artwork i love is cy twombly's bronze object with four flowers. amazing.
brandhorst once had a nice cool café, now it's called "horst" (they couldn't very well call it "brand") and they serve for instance the - quite tasteful - soup in a battered enamel plated tin bowl. that prison-chique may go well with petit bourgeois people nowadays, i only find it disgusting.
afterwards i met margret greenman the painter who has to endure the cynism of the art market, she's a great painter but not academic. no matter how good your pictures are - if there is no academy in your cv you've had it. I'd probably fake it if i were keen on selling and showing. So much in art is fake anyway!

At night i was glued to the telly what with programs on egyptian art - i loathe the egypt hype, nofretete's facade is of course faked up. The scientists of the 19th century shaped history, archeology and science to their limited and very patriarchal imagination. But the documentaries were unexciting and calming after the news
luisa in one beautiful world - 09.08.2017 um 14:15:02

 der weg nach windischgarsten 


zur erinnerung:
am freitag 18.8. bin ich im rahmen einer sonderveranstaltung der traditionellen europäischen medizin-akademie (TEM) zu einem vortrag über die wilde kraft in frauen in windischgarsten
und
am 19.8. gibts dazu am selben ort einen tagesworkshop (ein oder zwei plätze gibts noch)

info und anmeldung bei

erna.janisch@tem-akademie.com

luisa in one strange world - 09.08.2017 um 09:49:50

 archaisch und immer wieder wundervoll 


In der nacht hatte ich eine traum aus dem ich total zerschlagen und erschöpft aufgewacht bin: ich wohnte in einer mir unbekannten flachen landschaft in einem haus. Aus dem himmel kamen plötzlich so grünlich rosa kugeln, senkten sich auf die erde und aus jeder stieg eine gestalt. Gekleidet wie in den fünfziger jahren. Eine frau kam auf mich zu, sie hatte so eine dauerwellen-friseur-frisur und trug eine kittelschürze. Ich machte die tür zu aber sie stand plötzlich im zimmer. Sie schaute sich um nahm verschiedene gegenstände, betrachtete sie und legte sie wieder hin. Dabei sagte sie: ich wohne in einem wohnwagen in gilching. Aha. Interessant, sagte ich. Als sie sich umdrehte, sah ich dass sie im nacken eine art elektronische kleine schalttafel hatte. Sie war nicht aggressiv oder so, das bedrohliche kam von ihrer vollkommenen kühle/distanziertheit und dass sie durch geschlossene türen und wände gehen konnte. Im wachzustand kann ich einerseits diese bedrohlichkeit kaum nachvollziehen, andererseits scheint es wie ein blick in die zukunft. Der mensch, zwischen verblödung und brutalität, ist ein evolutionäres auslaufmodell, aber das nachfolge modell, die roboter-mensch-mischung, aus der alle problemzonen schon in der embryonalen phase entfernt und der elektronisch gesteuert besser beherrschbar ist – das muss ich nicht unbedingt erleben.

I had a dream from which i woke up exhausted and battered: i lived in a house in a landscape unknown to me. From the sky green-pinkish balls came down and from each appeared a person dressed like in the fifties. A woman came up to me, a hairdo like in the fifties, apron dress, a bit like gran. I closed the door but she stood suddenly inside. She looked around, picked up things, looking at them closely, and put them down again, while she was doing that she said: i live in a campervan in gilching. Aha, i said, interesting. When she turned round i saw that she had an electronic plate in her skin by the neck. i felt threatened by her because she could aparently walk through doors and walls and was so cool and aloof. Awake this feeling of threat is hardly recallable, but it seems like a view of the future. Mankind between stupidity and brutality is an evolutionalry phased-out model, but the next step, the robot-human, who has all problem zones removed as an embryo and is managable through electronic device is not a model i want to live to see.
luisa in one beautiful world - 08.08.2017 um 08:17:06

 was für ein sommer 


 ein schulfreund wird siebzig 


 ki spielt das geburtstags ständchen 


 der himmel spielt mit 


 mond über dem brucker moos 


 forever youngsabine luisa margarethe 


Elementar

vom wind gestaltet
vom feuer ins leben geholt
von der erde genährt
vom wasser getragen

aus wasser geboren
im feuer erwärmt
auf der erde ruhend
vom atem inspiriert
feiere ich die elementare kraft





elemental

shaped by the wind
brought alive by fire
nourished by earth
carried by water

born from water
warmed by fire
resting on earth
and inspired by breath
i celebrate the elemental power


luisa in one world - 04.08.2017 um 08:08:03

  


  


 morgen wirds besser das verspreche ich 


Die zeit die ich in portugal hauptsächlich allein verbringe fühlt sich immer ein bisschen wie eine psychotherapie an. Erinnerungen, bilder, situationen tauchen auf, ich werfe sie hin und her, schmecke sie ab, verwerfe oder geniesse sie. Weine, lache, führe selbstgespräche in fünf sprachen ungestört fast von nachrichten oder dramatischen ereignissen, weil ich keinen fernseher habe, nachrichten kommen gelegentlich im fernsehen in der pasteleria, wie aus einer anderen welt.
ich quetsche mich dann durch den flaschenhals lissabon wieder in den strudel der welt, taste mich an den alltäglichen wahnsinn heran.
Die erste nachricht in münchen: die gefälschten abgaswerte der dieselautos und die „nachrüstung“ eine software zur regulierung kommentar des verkehrsministers, er sei „zuversichtlich“ dass das problem (mit dieser freiwilligen, kosmetischen korrektur) gelöst würde. Da musste ich wieder so lachen. In der Regierung arbeiten ist eigentlich eine schöne sache, man stellt sich hin und ist zuversichtlich, während alles drunter und drüber geht.

The time i spend in portugal mostly alone always feels a bit like psychotherapy. Memories, pictures, situations crop up, i toss them round, taste them, chuck them or enjoy them. I cry, i laugh, i talk to myself in five languages almost untouched by news since i have no television/occasional news from the world at the pasteleria with the tv on. My entry into the everyday craze - squeezing through the bottleneck lisbon trying to cope.
On arrival in munich the first news: the fake diesel emission values and the attempt to solve the problem with a new software. Owners of diesel cars can improve their emissions with this voluntary cosmetical measure. The minister of traffic is confident, overconfident even, that this will solve the problem. Made me laugh! To work in the government seems an easy thing. You stand there and evaporate confidence while there is helter skelter all around.

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