Das Auge

tagebuch / diary

in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.
my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.
fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!
c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!
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luisa in one world - 23.05.2017 um 17:48:07

  


träumen ist die antwort der göttin auf arbeit. träum weiter ist meine neue arbeit

dream is the goddesses answer to work and "dream on" is my new work
luisa in one beautiful world - 22.05.2017 um 11:12:30

  


eine leserin schreibt mir, sie habe diesen spruch an ihre tür gehängt:
a reader writes, she stuck this quote to her door:

of course i talk to myself. sometimes i need an expert advice
(natürlich führe ich selbstgespräche. manchmal brauche ich den rat einer expertin)
luisa in one interesting worl - 21.05.2017 um 18:55:15

  


Selbstgespräche sind total tabuisiert: schau die arme, einsame alte frau, die redet mit sich selbst. Ich könnte jetzt sagen: die hat wenigstens eine, die ihr engagiert zuhört, die ihr was erzählt was sie wirklich interessiert.
Aber was ich eigentlich sagen will: es ist total spannend, mal die lautstärke aufzudrehen und die gedanken hörbar zu machen. Sie verändern sich nämlich, während man sich selbst zuhört. Viele meiner projekte (die dann auch gelungen sind) fingen mit einem selbstgespräch über die einzelheiten an. Und was das besorgte volk davon hält – das interessiert doch wirklich überhaupt nicht. wer wird dich noch aufhalten können, wenn dir das mal alles wurscht ist?

To talk to yourself is a complete no go: look at this poor, lonely old woman how she talks to herself. I could say: but she has at least one person who listens intensely, who tells her something that's really interesting.
But what i want to say is this: it's so exciting to turn the volumne up to hear your own thoughts. They change while you listen to yourself. Many of my projects – which succeeded – started with talking to myself about them. And what some people may think about it – isn't interesting in the least. Who will be able to stop you once all this doesn't bother you anymore?
luisa in one beautiful world - 20.05.2017 um 09:03:26

  


  


 eine kleine schlange hat sich gehäutet 


Wenn freundInnen hören dass ich in portugal bin ist die erste frage immer: am meer? Das finde ich kurios. Ich liebe das meer und fahre gern für ein paar tage hin, aber am meer wohnen? Nie im leben. Der atlantik hier ist ein wildes meer. Jedes jahr ertrinken selbst erfahrene surfer, das meer holt sich ganze felsabhänge, häuser, gärten mit grosser macht und unaufhaltsam.
Ich dagegen bin sozusagen am a... der welt, an der spanischen grenze. Am morgen wenn die erde aufwacht liegt überall ein sanfter schleier. Gut, es ist so früh dass ausser mir wenige menschen diese wundervolle dunstige landschaft sehen. Mittags wird’s ab juni afrikanisch heiß und im winter irisch feucht. Das muss man mögen. Doch was für ein land! Milch, butter, tee und käse gibt’s zum beispiel von den azoren, gemüse und obst lokal, orangen und zitronen blühen, während sie früchte tragen, es duftet im frühling so wunderbar.
Ich habe ambach geliebt, ich habe die preysingstrasse in münchen geliebt, auch grafing finde ich ganz reizend, aber nichts lässt sich mit dem alentejo vergleichen!

When people hear that i live part time in portugal the first question is always: by the sea? That's strange. I love the sea and for one or two days i like to be there but to live there? No way. The atlantic is a wild sea. Every year even experienced surfers drown here. The sea conquers hills, houses, gardens, with great power and unstoppable.
Where i am there is no sensation around, near the spanish border. In the morning when the earth wakes up a wonderful misty veil covers the plants, okay, not many people get up so early to see it. Around noon african heat pulsates from june to september, in winter it's more like ireland, rainy, chilly. You have to like it. But what a land! Milk, mutter, cheese and tea comes from the acores, vegetable and fruit grows locally, oranges and lemons bloom while they have fruit too, in spring the fragrance is overwhelming.
I loved ambach, i loved preysingstrasse in munich and grafing is lovely too, but nothing compares to the alentejo!
luisa in one world - 19.05.2017 um 12:37:15

 definitely myself 


Meine tante fränzi hatte einen paranoiden schub als sie in die wechseljahre kam und ging ins bezirkskrankenhaus nach haar um sich behandeln zu lassen. Ich besuchte sie da und fragte die ärztin was mit ihr los ist. Die sagte: sie will immer im mittelpunkt stehen. Ich sagte: ja aber alle wollen doch, wenns irgendwie geht, im mittelpunkt stehen. Sie doch auch.
Nicht weil wir so blöd, so eitel, so egoistisch sind, sondern weil wir herausfinden wollen, wer oder was wir sind und dafür respektiert werden wollen. Ist das zu viel verlangt?
Diese neue selfie manie ist doch eigentlich auch nichts anderes als der wunsch so in der welt zu erscheinen wie man sich selber gern sieht, egal wie doof oder cool oder sonstwie. Ich hab schon mit elf jahren mit meiner schulfreundin monika selfies gemacht, mit der agfa klack, sogar doppelbelichtet.
„Wer bin ich“ hat für mich immer auch „bin ich ich oder nur die spiegelung der anderen?“

my aunt fränzi during the „change“ (how true) had a fit of paranoia and went to hospital to find help. I visited her there and asked the doctor what her problem was. The doctor (a woman) said: she always wants to be in the center of attention. I said: okay, but don't we all want that, if it's at all possible? You too i suppose.
Not because we are stupid, or vain, or selfish, but because we want to find out who and what we are and would like to be respected for it. Is that asked too much?
This new hype of making selfies seems to me nothing else but showing and representing yourself in the world how you want to be seen no matter how stupid, cool or otherwise. With my friend of school days monika i did selfies already at the age of 11 years with an agfa klack camera, double exposure even.

„Who am i“ for me always has the air of „am I myself or just the reflection of the others?“

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