Das Auge

tagebuch / diary

in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.
my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.
fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!
c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!
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luisa in one strange world - 12.01.2019 um 15:42:27

 wissen auf das ich verzichten kann 


Das oben abgebildete heft lag im flughafen rum. Ich brauchte tage um mich zu entscheiden, ob ich was drüber schreiben soll. Jetzt doch:
Eine frau, deren körper so schmal ist wie einer ihrer oberschenkel in einer superambitionierten yogastellung, drüber „zeit wissen“, was bitte hat das alles mit „wissen“ zu tun?
Ist das die neue wissenschaftlichkeit, die frauen wieder auf ihre dekorativen qualitäten und auf die „schlanke linie“ zu reduzieren? Über 400 000 frauen und mädchen leiden an magersucht/essstörungen, tendenz steigend laut barmer gek, da brauchen wir jetzt noch ein heft, das so einen titel idealisiert mit der unterschrift „so gefalle ich mir besser“ Verantwortliche journalist*innen versuchen dagegen anzuschreiben, dass mädchen sich zu tode hungern, aber das scheint bei „zeit wissen“ niemand zu wissen.

Und was yoga angeht: alle yoga unterrichtenden mit denen ich je gesprochen habe, behaupten „es geht nicht um akrobatik“ und all diese hefte, in denen es „darum nicht“ geht haben einen titel, auf dem entweder eine frau in einer rückbeuge mit ihrer stirn ihre füsse berührt oder ein mann auf einem kleinen finger den ganzen körper in der luft balanciert, mal übertrieben gesagt. Was soll denn der scheiss? die schäden die durch angefachten ehrgeiz im yoga entstehen wohnen in einer dunkelziffer, weil sich fast alle schämen zuzugeben, dass sie sich ihren bandscheibenvorfall, ihren achillessehnenriss oder ihre muskelfaserrisse beim yoga geholt haben (selbst schuld...).

Im „zeit wissen“ heft dann lauter gemeinplätze und banalitäten über „leben entgiften, geist entrümpeln, körper befreien“. Das kam schon vor zig jahren wesentlich origineller in frauenzeitschriften. Und natürlich auch wieder „schlankheitstipps“ die natürlich nicht so genannt werden „Das Wunder der kleinen Pause“ über den neuesten Hype „Intervallfasten“. Da kriege ich Fressanfälle obwohl ich seit Jahren meistens abends nichts mehr esse.

Ich finde auch die nahaufnahme des gesichts eines afrikanischen kindes (ärgern sich kinder anders als erwachsene?) nicht okay. Erstens ist das kind sicher nicht einverstanden, zornig mit geschürzten lippen dargestellt zu werden, Zweitens:Wo bleibt das recht auf das eigene bild für kinder? Gerade wird das in den sozialen netzwerken problematisiert und user*innen werden aufgefordert keine bilder reinzustellen die kinder zeigen. Aus gutem grund. Ist das in redaktionen kein thema?

Das ist ein heft zum wegschmeissen.
luisa in transition - 10.01.2019 um 14:13:41

 die einzige schwarze magie die ich akzeptiere ist aus schokolade 


 tanzende göttin 


 frau mit vögeln 


  


Zur magie meiner kindheit gehörte radio hören (familie brandl! wolfmanjack auf afn usw) und zeitschriften anschauen (constanze, film und frau). Ilse traudchen und ich blätterten durch die zeitschriften und riefen „des bin i“ oder „des ghört mia“ und wer auf dem begehrten foto am schnellsten den finger hatte war siegerin. Wir schnitten bilder von filmschauspielerinnen aus und klebten sie in alben (charliklia baxevanos! Danielle darieux!). Die schrecken kamen von der „quick“ (ein teenager warf ihre kleine schwester über die brücke in die isar. Später wohnte ich sehr nahe bei dieser brücke und musste immer an diese beiden schwestern denken wenn ich über die brücke radelte.
Die magie der bilder ist gerade wieder sehr lebendig. Ich liege mit fieber im bett – es hat sich schon in bayern angekündigt und im flugzeug war kein mangel an rotznasen.

Ich denke also an matisse der in seinen letzten lebensjahren nicht mehr malen konnte und nur noch formen ausschnitt. Also holte ich all die zeitschriften die sich bei mir angesammelt haben und die ich eigentlich wegschmeissen wollte und schnitt beherzt hinein, was total spass machte.

Part of the magic of my childhood consisted in listening to radio and look at magazines my granny, mum and aunt miggi liked. One was a women's magazine, one a film review and one a heavy sensational one called „quick“.
Ilse, our friend traudchen and i would leaf through the magazines and call out „that's me“ or „that's mine“ and the one who had her finger first on the picture was to have it. We cut out pictures of actresses and put them into an album we created. The horror came from „quick“ which published the story of a young girl throwing her little sister over the bridge of the isar. Later i lived quite near to that bridge and always thought of those two sisters when i crossed the bridge.

The magic of my childhood is very alive just now. I'm in bed with a fever, it kind of started in germany and the plane was full of snotty noses.
I think of matisse who, during his last years couldn't paint anymore and only cut out shapes beautifully. So i took all those magazines i collected and had long wanted to chuck out and heartily cut into the pages. enjoyed it a lot.
luisa in one beautiful world - 09.01.2019 um 10:43:45

 die sonne war warm aber der see war kalt 


 gegen die kälte am morgen hilft galoppieren 


 klar in sibirien ist es kälter aber im süden erwartet mans halt nicht 


Heute morgen dachte ich mal wieder an den spruch meiner schwester ilse (threefivesix.blogspot.com): nirgends kann man so frieren wie im süden! Es ist wie in der kindheit – das kleine schlafzimmer ist zwar gleich warm aber aufs klo muss ich rennen, der boden eisig, nachts hat's um null grad. Immerhin sind die scheiben nicht mehr gefroren und es soll wärmer werden.
Da es tagsüber schön warm ist, sprang ich gestern in den see. Heute läuft mir die nase. Nicht schlimm.
Alentejo ist schon gewöhnungsbedürftig. Im sommer bis zu 48 grad hitze, im winter frost, oft auch regengüsse und die häuser feuchteln. Aber für mich ist's bedingungslose liebe. Ich klappere mit den zähnen und bin doch froh. Sobald die sonne da ist, sitze ich vor dem haus und schnurre vor freude.

This morning i thought of my sister ilse (threefivesix.blogspot.com) who said: no place makes you freeze like the south. Its a bit like in childhood – although my very small bedroom is easy to heat up, to get to the toilet i have to run, the floor is icecold, at night the temperatures sink to zero. At least the windows aren't frozen anymore and the weather report says its getting warmer.
During the day it's nice and warm so i jumped into the lake yesterday. Today my nose is running. Nothing serious though.
Alentejo needs getting used to. In summer the temperatures can rise to 48 degrees, in winter its freezing cold, sometimes there is pouring rain and houses do get a bit humid inside. But for me it's unconditional love. My teeth chatter but i'm happy. As soon as the sun comes out, and it does every day now, i sit in front of the house and purr with joy.
luisa in one - 08.01.2019 um 16:01:55

  


Es war ein traum
ich lachte
und erwachte
die goldene schachtel öffnete sich nicht
hau nicht drauf
sie zerbricht
nur als geheimnis lebt sie
zerstör das geheimnis nicht
vertrau der unsichtbaren welt
die hält
was sie nicht
verspricht

it was a dream
i laughed
and awoke
the golden box won't open
don't hit it
it will break
only as a secret is it alive
don't destroy the secret
trust the invisible world
it holds
what it does not promise
luisa in one mysterious world - 06.01.2019 um 17:32:09

  


Immer mal wieder werde ich gefragt, was ich von flüchen und schadenszauber halte. Gar nix halte ich davon, abgesehen davon, dass es wahrscheinlich auf der welt nur ungefähr zwei leute gibt, die schadenszauber machen können. Alles was von dir ausgeht bleibt mit dir verbunden. Welcher depp würde sich mit flüchen und schadensmanipulationen verbinden wollen? Es gibt schon genug hass und zerstörung, da muss nicht auch noch die magie herangezogen werden. Ein magisches gesetz sagt sogar: alles kommt siebenfach zu dir zurück. Da heisst es schöne kräfte aussenden!
Heute ist der perchtentag und wir verabschieden uns von den geistern der raunächte, von den dunklen räumen und den geheimnissen bis zum nächsten jahr.
Wo ist eigentlich die percht wenn wir uns von ihr verabschiedet haben? Ich glaube sie studiert die menschen als kassierin an einer supermarktkasse. Jedenfalls hab ich sie da schon mal gesehen und mich gefreut.

Every now and then i'm asked what i think of cursing and „black“ magic. Nothing at all. Everything you send out stays connected to you and apart from the fact that there are probably only two people in this world who can really do harm with magic i wonder who is stupid enough to stay connected with destruction and heavy vibes. There is enough destruction and hatred in this world, it's definitely not necessary to use destructive magic as well. There is a magical law which says: what you send out will come back sevenfold to you. So the idea is to send out the most beautiful vibes you can think of!

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