tagebuch / diary

in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.

my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.

fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!

c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!

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luisa in einer zauberhaften welt - 25.09.2022 um 08:43 Uhr

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in der extremadura/spanien unterwegs. vor jahren (ich schrieb hier darüber) habe ich mich in dieser gegend total verirrt. ich kam in einem dorf raus, kein mensch auf der strasse. in der mitte vom dorfplatz ein huhn. ich fragte das huhn nach dem weg. es machte ein paar schritte in richtung einer schmalen strasse - und tatsächlich kam ich irgendwann auf dieser strasse in valencia de alcantara raus.

diesmal wieder, total verirrt, überall felsen und alles schaut irgendwie gleich aus. diesmal ein vogel der wirklich direkt vor mir herfliegt - zu einem dolmen, melliza. aber dann die gegend, diese steine, diese starke energie. in trance tappte ich zwischen den felsen durch, legte mich auf eine art felstisch und war benommen. über mir die geier. was für ein land. ich rief die geister, die elemente, drehte mich im kreis und imaginierte frieden.

 

walkabout in the extremadura in spain. years ago (i wrote about it here) i lost my way, ended up in a small village, not a single person anywhere but a chicken in the middle of the village square. i asked the hen: which way? she clucked and walked a few steps in the direction of a small road. i took that road and after some time actually arrived at valencia de alcantara.

this time i lost my way again. its easy to be totally confused, all those rocks, everything looks kind of the same. a bird flew in front of me, i followed - and found a quoit, melliza. the land is overwhelming, the rocks, the strong energy. i walked about the old rocks, lay down on a kind of stone table and almost passed out. vultures above me. what a land. i called the spirits, the elements, turned around in a circle and imagined peace.


luisa in gedanken - 24.09.2022 um 10:10 Uhr

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yoga hilft

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als ich bei mum wohnte erzählte sie mir, dass sie jede nacht vor dem einschlafen von schrecklichen erinnerungen geplagt wurde. was alles schief ging! was alles passieren hätte können! usw. jetzt hab ich das manchmal auch (besonders bedrückend wars wenn ich abends käse gegessen hab, drum esse ich abends nichts mehr). wenn ich an meine reisen nach nigeria, nach tibet, als junge frau nach italien denke, oder an die unglücke und beinahe unglücke. es gibt zwei möglichkeiten dieses wälzen im schrecken zu verdrängen, zu beenden. die eine möglichkeit folgt astrid lindgren: ich denke nur was ich will. das heisst: schöne erinnerungen verdrängen die schrecken. ein angenehmes bild, ein ort, ein erlebnis legt sich sanft über die qual. die zweite: konsequent beim atem bleiben. vier zähler einatmen, fünf ausatmen. während du atem zählst kannst du nicht fantasieren. das tut richtig gut. also falls euch das qualvolle herumwälzen auch gelegentlich passiert ist hier mein vorschlag. für mich funktionierts, warum nicht auch für dich! wer eine lebhafte fantasie hat kann schon mal in den schrecken rutschen, die kunst ist wieder rauszufliegen. imaginieren ist pure magie und die will mit grosser sorgfalt ausgeführt sein.

 

mum told me while i was living with her that she is tortured by horror memories, events, people, humiliation ecc when she goes to bed, before sleeping. now this happens occasionally to me (especially when i had eaten cheese at night, this is why i usually don't eat at night anymore). i remember situations, like during my travels to nigeria, to tibet, india ecc. or as a young woman to italy before falling asleep and am horrified of what could have happened, sometimes did and other times didn't. there are two possibilities to avoid this tossing and turning in horror: one is to cover the horrible pictures or memories with pictures and memories of beauty and joy (this is what astrid lindgren said "i only think what i want to"), beautiful images replace or supress the horrors. the other very good way (my favourite in such situations): count breath. inhale on four and exhale on five. while concentrating on your breath its impossible to produce horror visions. in case you suffer from distressful tossing and turning try counting your breath. it works for me. so why not for you! people who have a vivid imagination can easily slip off into horror sometimes, its all about getting away from it again. imagining/ visualizing is pure magic, it needs to be practised with great care.


luisa in einer seltsamen welt - 23.09.2022 um 08:46 Uhr

the old rocks shiver - die alten felsen zittern

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the sun also rises

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in der berichterstattung über den klimawandel kommt es immer so rüber, als sei das so ein persönlicher spleen von luisa neubauer und freund*innen. wahnsinn oder? wir stehen am rand des abgrunds und da wird süffisant und gemein über die extinction rebels und fridays for future geredet, gewitzelt. oder halt betroffenheitsgeschwätz, ja, wir wissen ja, aber... demonstrant*Innen werden doch tatsächlich verhaftet, in england sogar ein halbes jahr bis zum prozess im gefängnis festgesetzt.

die berichterstattung über die wiesn ist exorbitant, ein sauf-fest par excellence. naja, was solls. ich war gestern im landwirtschaftlichen supermarkt um eine säge zu kaufen und wusste: lass jede hoffnung fahren. was da verkauft wird (und weiterhin überall auf der welt produziert wird) könnte die weltbevölkerung ausrotten. aber das einzige problem ist doch: hat meghan wirkich charles um ein treffen gebeten? ach so ja: putin mobilisiert und droht mit atomschlag. da fällt mir nix mehr ein.

when i read about climate change i notice that the problem seems to be a personal hobby of extinction rebels and their friends and the press writes about them kind of: for goodness sake calm down. activists are being kept in prison up to 6 months until their court case. isn't it madness? we are at the edge of abyss and (in germany) the one big issue is the oktoberfest! one gigantic binge drinking. anyway. i went to the agricultural hypermarket yesterday to get a saw and i immediately understood: there is no hope for this earth. the poisonous substances sold there (and produced around the world) could eliminate the world population. but the only worry of the international media: what did camilla say to kate? did meghan ask charles for a personal meeting? oh, and of course: putin calls to weapons and threatens to throw the bomb. what can you say!


luisa in one beautiful world - 22.09.2022 um 13:06 Uhr

happy autumn equinox to you all

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a ring to remember

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vor einiger zeit habe ich mir einen ein-euro-ring als verlobungsring mit mir selber auf dem flohmarkt gekauft. den hab ich leider verloren. jetzt hab ich einen neuen, wieder ein euro, und mit meiner verlobung mit mir selbst gelobe ich:

ich werde mir immer treu bleiben

auf die botschaften meines körpers achten

werde verantwortung für mein tun und nicht tun übernehmen

werde mich weder kleiner noch größer machen (lassen)

werde meine lebenslust nähren

werde verachtung und respektlosigkeit nicht akzeptieren

werde nicht zulassen dass hass in meinem herzen wohnt

werde frech und wehrhaft sein und bleiben

keine kompromisse mit meiner arbeit machen um mehr geld zu bekommen

und werde das leben, die schönheit der natur und freundschaft feiern

 

i bought a 1-euro-ring some time ago as engagement ring to myself. alas - i lost it. now i bought another one, one euro, fleamarket, and i promise to myself to

be always faithful to myself

be responsible for everything i do and i don't do

won't allow myself or others to make myself smaller or bigger

will listen to the messages of my body

won't accept contempt and disrespect

will nourish my joy of life

won't allow hatred to live in my heart

won't make compromise in my work to get more money

will be full of motherwit and the ability to defend myself

will celebrate the beauty of nature, life and friendship

 


luisa in gedanken - 20.09.2022 um 08:47 Uhr

Ich habe einen vogel

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es ist nicht lebensnotwendig kreativ zu sein, doch für mich gibt es nichts schöneres, anregenderes, erfreulicheres als zu spinnen, mir etwas auszudenken, etwas zu schreiben, zu malen. meine basis dafür sind meine tagebücher, acht oder zehn container lagern im keller, lückenlose aufzeichnungen, fotos, bilder von den siebziger jahren bis jetzt. natürlich spielen die eigentlich nur für mich selbst eine rolle. ich werde mir einen container nach dem anderen nach portugal holen und reisen in die vergangenheit machen, die vermutlich immer neue schöpferische ausbrüche zur folge haben werden. eigentlich wollte ich ja meinen kompletten vorlass der monacensia in münchen geben. die wollten den auch. doch als ich sah: "#female heritage - begrenzt auf fünf jahre" (interessant: die fdp hat die frauenquote auch auf fünf jahre begrenzt, anscheinend wird es im sechsten jahr brenzlig fürs patriarchat  :-)) da wurde ich wütend und dachte: lieber verbrenn ich doch alles. scheiss drauf. fünf jahre für frauen, die ewigkeit für männer? nein danke.

tagebuch zu führen, nicht unbedingt chronologisch zu schreiben, ideen, zitate, bilder einfach mal festzuhalten, wofür auch immer, finde ich eine sehr gute idee sich selbst näher zu kommen. denn am ende des tages / des lebens zählt nur, dass du dich selbst gefunden hast, pur, ohne abstriche, ohne kompromisse (die das leben natürlich immer wieder einfordert).

 

its not vital to be creative, but i confess -  there is nothing more beautiful, inspiring, soothing than spinning the thread of my ideas, thoughts, plans, projects. to invent, to write, to paint is my passion and its not in first place meant for a public although of course many of my "products" have been published as books or paintings. the base of my creativity are my diaries, i have eight or ten containers, big ones, in the cellar, an archive from the seventies to today, only interesting for me, but as witness of a time probably also for others in future. i had planned to give everything, my diaries, my art, my precious objects, photos ecc. to the munich "monacensia" the local archive for literature and art. they were interested. they have a project "#female heritage" which sounded interesting. but when i discovered that it's limited to five years i dropped my plan. five years for women, eternity for men? ridiculous. i'd rather throw it all out. what i will do: i will take one container after the other to portugal to remember and dream and giggle.

it's not necessary to write a diary to be creative but it helps to catch the elusive thoughts and ideas in order to discover the hidden self. and at the end of the day / the life this is the only thing that counts: to get to know yourself, to know who you really are without compromise.

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