tagebuch / diary

in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.

my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.

fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!

c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!

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luisa in one beautiful world - 14.09.2020 um 10:29 Uhr

vulva auf einem felsen bei castelo de vide

der guadiana fluss ist der grenzfluss zwischen spanien und portugal. er wurde anfang 2000 gestaut und auf ca. 85km länge zum alqueva see, dem größten stausee europas. vor dem see und nachher ist er ein ziemlich wilder wunderschöner fluss, der jetzt wieder sichtbar wird. es gibt felsen, sandige buchten, kleine inseln - einfach zauberhaft. schon vor keltischer und römischer zeit wurde die göttin ategina als hüterin des flusses verehrt. es gibt noch kleine heiligtümer für sie z.b. in merida in spanien, in mertola (früher myrtilla) und in elvas portugal. seit ich vor elf jahren hierher kam faszinieren mich der fluss, die megalithstätten in flussnähe und die göttin ategina. dass in den megalithanlagen, vor allem in den frühen steinzeitlichen stätten hauptsächlich frauenfiguren, sogenannte "idole" gefunden wurden, erfährt man nur, wenn man hartnäckig forscht (und selber welche findet).  die geschichte der frauen in der frühzeit liegt halt leider noch im keller der patriarchalen geschichtsverwaltung. die deutungshoheit (immer noch aus den nebulösen verknöcherten wissenschaftlerhirnen des 19. jahrhunderts) liegt nach wie vor bei männern und den frauen, die für sie arbeiten und sich einen wissenschaftlichen namen machen wollen. es wäre doch interessant zu erfahren, wie die deutung der welt ausfiele, läge sie in der macht freier frauen. eine archäologin sagt: in der beschreibung der grabung sollte nicht zu oft "rituell" und "frauen" vorkommen, weil sonst die wissenschaftlichkeit in frage gestellt wird.

 

the guadiana river is the border between spain and portugal. in the beginning of 2000 the alqueva dam created the biggest artificial lake with a length of about 85 kilometres. before the lake and behind guadiana is a rather wild beautiful river with rocks, sandy beaches and little islands - enchanting really. even before celts and romans were here, the goddess ategina was considered the protectoress of the river. there are still small sanctuaries for her in the town of merida, spain, at elvas and mertola (myrtilla in roman times), portugal. from the day i arrived here, eleven years ago, i was fascinated by the river, by the megalith sites near the river and by the goddess ategina. the fact that in most megalith sites only female figurines and idols for the mother goddess were found is not widely known or published. it takes stubborn researching (and sometimes finding some objects by chance). the story of women in early history lies unfortunately in the cellar of patriarchal history handling. the power of presenting history derives from the blurred and selfrelated brains from 19th century scientists and is, alas, still in the hands and mouths of men and the women working for them, wanting to create a scientific position for themselves. wouldn't it be interesting to know how the world were presented, if free women had the power to research and publish. a female archeologist tells me: in the description of an archeological site the words "ritual" and "women" shouldn't appear too often because it could damage the scientific value .


luisa in weiter ferne - 13.09.2020 um 10:44 Uhr

die sonne brennt alles nieder

hitze

noch kreisen boote

noch kreisen boote

so viel kann ich gar nicht trinken wie ich wieder aus den poren verströme

ausquetschen v2

die hitze ist der wahnsinn. nach den trockenen bis zu 40 grad heissen  wochen jetzt diese seltsame bewölkte muffigkeit. es fühlt sich an als hätte mir jemand in der sauna eine flauschige wolldecke drüber geworfen. ich gehe jeden tag schwimmen, aber gestern habe ich im wasser diese seltsamen grünen partikel entdeckt, der ganze fluss an der stelle war voll davon - dubios. ja, der see ist wieder ein fluss und das wasser ist jetzt leider nicht mehr so einladend.  morgens ganz früh vor sonnenaufgang gehts noch. nächste woche solls regnen. endlich.

früher in der schule - wenns 30 grad hitze hatte, dann gabs hitzefrei. heute/hier beglückwünschen wir uns wenn die temperatur auf 30 sinkt....

ich mag wie die nachbarinnen hier über die hitze stöhnen: calori! das klingt irgendwie nach was sehr lustigem

 

the heat is murderous. after the dry, up to 40 degrees hot weeks now the cloudy stuffiness. it feels like someone threw a fluffy blanket in a sauna over me. i go for a swim every day but yesterday i discovered these strange green bits in the water, billions, the whole river was full of it - no idea what it could be. yes, the lake is a river again and the water isn't so inviting anymore. its okay in the morning, before sunrise.  there should be rain  next week. finally.

i remember when i was at school - when we had 30 degrees of heat we were allowed to go home. heat holidays. now/here we congratulate ourselves when the temperature drops to 30....

i like how the neighbours moan about the heat: calori! that sounds funny somehow


luisa in away from the maddening corona - 12.09.2020 um 13:42 Uhr

live dirty eat clean grüsse von der virusfreien hausbank

hausbank morgens

ein wunderbarer abend im centro nautico

wunderbarer abend im centro nautico

drei angehörige der "risikogruppe" trafen sich im centro nautico: mizette, meisterin der gewebe, die gerade ihre weberei verkauft und sich zur aktiven (un)ruhe gesetzt hat, wilhelmine, professorin für chemie, die essenzen und kräuter erforscht und herstellt und ich. wir waren uns einig, dass wir die pseudo-sorge für uns alte für unverschämt und verlogen halten, wir können auf uns selbst aufpassen und brauchen nicht die staatliche kontrolle, die als sorge verkleidet ist. dazu sehr gut übrigens die tempelhofer petition bei change.org (schloss-tempelhof.de) ich unterschreibe ja keine petitionen, finde die aber besonders stimmig.

es war ein wunderbarer, endlich etwas kühlerer abend und wir sprachen über die macht der kräuter/essenzen, insbesondere artemisia annua und cistus, über homöopathisch "apis" und über die völlig unverständliche ignorierung der alternativen medizin von seiten der regierungen und der medizinerInnen. wir waren uns einig dass es eine sehr gute idee ist, orte zu meiden in denen es massenhaft viren gibt, z.b.  krankenhäuser. ich fand noch interessant, dass es unter flug-personal keine bemerkenswerten infektionen oder tote gibt, wo das fliegen doch angeblich so gefährlich ist. und dass man unbedingt langsam einen unterschied zwischen "infiziert", "krank" und "tot" machen muss.
die meisten alten, die massenhaft gestorben sind und immer noch sterben sind die verlassenen, die vergessenen, die vernachlässigten in heimen und kliniken. das sollte massenhaften protest über die zwangs- "aufbewahrung" von alten hervorrufen und nicht immer neue kontrollmassnahmen, um das volk in schach zu halten. denn das problem ist: die gefahr geht, aber die kontrollen bleiben. das haben wir schon beim radikalenerlass und den notstandsgesetzen erlebt.

 

three members of the "risk group" met - mizette, the mistress of tissues who just sold her weavery and went into a pensioneers heaven full of activity, wilhelmine - scientist, specialist for herbs and essential oils, which she experiments with and produces and i. we agreed that the worry about us old people is fake, is impertinent and patronizing. we can look after ourselves thank you and won't be put into a home, where we have more chances than ever to die a horrible death. we don't need a government controlling us under the pretence of care.

it was a wonderful - finally a bit cooller   evening at the centro, we talked about herbs and essential oils, about artemisia annua, cistus and apis and why doctors and virologists completely ignore herbal medicine, which is really not understandable since herbs are powerful helpers of the immune system. we talked about the horrendous conditions many old people have to endure and spend the rest of their lives in, forgotten, neglected. most of the old people who died were on death row in old people's homes and hospitals. we all thought it's a very good idea to avoid places with a high concentration of virusses - like hospitals and that it's necessary to start making a difference between "infected", "sick" and "dead".
the problem: the danger passes but the controls stay.

 

 


luisa in one strange world - 11.09.2020 um 12:11 Uhr

das dorf wird demoliert

das dorf wird zerstoert

der auszug aus dem alten dorf

der auszug aus dem alten dorf

gehen ohne hoffnung

ds dorf verlassen

das neue dorf luz

das neue dorf luz

der see ist so niedrig, dass ich beschloss zum dorf luz/alqueva zu fahren, um zu sehen, ob das alte dorf aus dem wasser herausgekommen ist. es wurde geflutet als der alqueva damm gebaut wurde. natürlich nichts zu sehen. ich schaute wieder den film im museum an: alles wurde ja abgerissen. der film ist herzzerreissend. da fegt die frau noch das haus, weinend, mein schönes haus!, bevor die bagger es zertrümmern. da sagt ihr mann: wir hatten einen wunderbaren garten, alle früchte, gemüse, das ganze jahr. wir hatten genug und auch noch für die nachbarn. wir mussten nicht einkaufen gehen.
die dorfbewohnerInnen tragen die statue der maria aus dem alten dorf, eine prozession zum heulen. und dann die macher, die politiker, die sich gratulieren. die architekten, die ein neues dorf aus dem kargen boden stampfen, ein so scheussliches dorf, dass es bis heute, fast zwanzig jahre später ein mahnmal des zynismus ist. die dorfleute wurden nicht mit einbezogen, nicht gefragt. und jetzt ist dank intensiver landwirtschaft (ausgerechnet wein wird von europa gefördert, der so viel wasser braucht) der see so niedrig wie ganz am anfang, als der stausee noch nicht voll war.
hätten sie wenigstens die häuser stehen lassen, sagt eine alte frau, die ich fragte wo früher das dorf war. dann könnten wir jetzt wo der see wieder geht, unsere alten häuser besuchen.

 

the waterlevel of the lake is so low that i decided to visit the village of luz/alqueva, to see wether there are still signs of the old village in the low water. the village of luz had been flooded for the alqueva dam.  of course no sign of it. i watched the film in the museum again. everything has been demolished. the film is heartbreaking. a woman sweeps her house, crying: my lovely house! before the machines tear it down. her husband says: we had a wonderful garden, every fruit you can imagine, vegetables, enough for us and the neighbours, we didn't have to go shopping. the village people carry the statue of mary out of the old village into the new one, a procession so sad you want to scream. and then the politicians, the organizers of it all, satisfied with themselves, congratulating each other. and the architects who invented this new village - a village so horrible that until today its a sad example of cynism. the village people were not asked, were not involved in the creation of their new homes. and now, thanks to intense agriculture, mainly vine that needs hell of a lot of water, promoted by the eu, the waterlevel is as low as in the beginning, when they started to flood the village.
if only they had left the houses, an old woman sighed when i asked her where the old village might have been, then we could go and visit them now with the water so low.


luisa in one world - 10.09.2020 um 09:14 Uhr

der see ist wieder ein fluss



vor sonnenaufgang v3

ich schreibe mein internet tagebuch /seit 21 jahren/ nicht um die welt zu belehren, sondern um meine gedanken zu teilen. nimms oder lass es. was ich schreibe kann dich anregen, an was erinnern, erregen,erheitern vielleicht auch mal informieren, aber was es sicher nicht ist: pflichtlektüre. ich habs für die leserInnen meiner bücher angefangen, mittlerweile lesen viele das internet tagebuch aber nicht meine bücher. auch okay. idealerweise gehts euch so wie mir mit anderen blogs: es ist vielleicht nicht neu was ich lese, aber es erinnert mich an was, es bringt mich zum lachen, zum weinen oder zum nachdenken.

i've been writing this internet diary /for 21 years now/ not to teach the world something, but to share my thoughts. take it or leave it. what i write can inspire, remind you of something, irk you, make you laugh or maybe inform you sometimes, but what it's definitely not: an obligation. i started the diary for the readers of my books, meanwhile many read the diary but not my books, that's okay too. ideally you make the same experience i do with other blogs on the net: maybe what i read is not new, but it might remind me of something, it makes me laugh, cry or think.

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