tagebuch / diary

in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.

my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.

fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!

c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!

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luisa in rückzug - 11.05.2022 um 17:32 Uhr

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ich brauche mal wieder eine pause. nur das noch: impfverweigerungswahn sage ich wenn die ablehnung der impfung mit verschwörungstheorien gekoppelt wird. ob sich jemand impfen lässt oder nicht geht mich nichts an. und die putin-versteherInnen können mich mal.


luisa in einer blühenden welt - 11.05.2022 um 14:42 Uhr

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jetzt musste ich halt doch dem kaktus zu leibe rücken. wir haben ein sehr persönliches verhältnis. ich habe eine sehr kleine knolle mit etwas erde zwischen die steine gesetzt, dahin wo der nachbar immer heimlich reingesprungen ist und seine kippen und seinen müll deponiert hat. der kaktus wuchs. und wuchs. der nachbar könnte jetzt schon noch reinspringen, aber nur einmal, danach wäre er invalid. der kaktus blüht vergnügt vor sich hin, praktisch das ganze jahr. ich hab ihn mal bisschen zurückgestutzt da hat er mich gestochen, nur ganz wenig. aber ich hab immer noch ein winziges teilchen in der linken hand verkapselt und warte drauf, dass ein kaktus aus mir wächst.  und wie gesagt: jetzt hab ich wieder die sichel rausgeholt. hab mich vorher entschuldigt und alles abgeschnitten, was mir im weg ist. mein problem: ich lass mich zu sehr auf die gefühle dieses wesens ein...

i had to attack the cactus again. we have a very personal relationship. many years ago i put a tiny piece of cactus with a bit of soil into the gap between the rocks in my garden, at  a spot where the neighbour used to jump in and chuck his garbage and cigarette stubs.  the cactus started to grow and grow. now the neighbour could jump in - but only once and he would remain handicapped. the cactus happily produces blossoms the whole year round.  i did cut the plant back and ended up with a tiny bit of it under the skin of my left hand. its probably waiting to start growing. and as i said: i now took the sickle, said i'm sorry and then i cut what's in my way. my problem: i'm too involved in the plant-being's feelings...


luisa in einer schrägen welt - 10.05.2022 um 09:49 Uhr

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es hilft ja nix - wie man dem impfverweigerungswahn nicht entkommen konnte, so kommt man jetzt den putin-versteherinnen nicht aus. also zum beispiel beklagen manche, dass seleskyj so reich ist. und stehen voll hinter schwarzer. äh, wie bitte? dass alice schwarzer ein beträchtliches vermögen heimlich in der schweiz gebunkert hatte und eine größere summe steuer nachzahlen musste als es aufflog hat mich nicht besonders gestört. dass sie für die unsägliche bild-zeitung werbung gemacht hat störte mich allerdings erheblich. wird jetzt ein krieg damit gerechtfertigt, dass selenskyj eine wertvolle uhrensammlung hat? selenskyj hat bei amtsantritt seine vermögensverhältnisse offengelegt.  putin wird ja demnächst von den exlinken noch heilig gesprochen, sein heimliches vermögen stört  natürlich gar nicht. wäre mir auch wurscht. der angriffskrieg ist mir nicht wurscht. die verlogenheit auch nicht. es kann uns doch nicht scheissegal sein, dass frauen in diesem krieg von russischen soldaten gefoltert, getötet, verschleppt werden,  das sind aber offenbar keine frauen, die schwarzer erwähnenswert findet - aber wenn sich die ukraine natürlich ergeben würde, wäre der krieg aus wird da raisoniert. stimmt doch gar nicht. und nochmal: dass deutschland schon seit langer zeit an fünfter stelle mit militärmaterialexport steht hat  von den unterzeichnerInnen wohl niemand gestört, weil wir alle gut davon leben. das ist aber schon weltkrieg: wir liefern die waffen, gestorben wird woanders.


luisa in einer verrückten welt - 09.05.2022 um 13:15 Uhr

die selenskyj familie vor dem krieg

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hat alice schwarzer jetzt eigentlich total den verstand verloren? "selenskyj hört einfach nicht auf putin zu provozieren" beklagt sie sich und nimmt damit die interessen des diktators einer atommacht wahr, der wörtlich der welt mit "globalem schrecken" droht. was sie offenbar überhaupt nicht kapiert hat: selenskyj IST die provokation. er hat die attentate auf ihn überlebt - wie konnte er! wie provokativ kann einer werden? dann diese glückliche familie, da muss ja putin ausflippen wenn er nur dran denkt wie lustig und unbeschwert die waren. obwohl er ein massaker nach dem anderen anrichtet hält alice schwarzer noch zu ihm. sie reagiert wie, sagen wir mal, die mitarbeiterin eines frauenhauses, die zu einer frau deren mann sie schlägt und mit dem tod bedroht sagt: du darfst ihn halt nicht provozieren! (was keine mitarbeiterin eines frauenhauses natürlich  je sagen würde). vielleicht hat schwarzer ja angst, dass putin eine atombombe auf ihr häuschen wirft. nachvollziehbar. möchte ich jetzt auch nicht. aber daran ist nicht selenskyj schuld.  auf ihre bank in der schweiz schmeisst putin sie schon nicht, da hat er ja selber genug drin. 

ich komm aus dem kopfschütteln nicht mehr raus. offenbar gibt es tatsächlich keine "weise-alte-automatik". 


luisa in einer schönen welt - 08.05.2022 um 11:43 Uhr

went down to the lake early this morning / heute morgen auf dem weg zum see

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.... traf ich nach längerer zeit mal wieder einen goldschakal / met a golden jakal again

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obwohl ich sehr gern biographien / autobiographien lese, sehe ich das thema mit gemischten gefühlen. die besten sind natürlich beschreibungen sehr persönlicher ereignisse und szenen, gleichzeitig hat man da schon mal das gefühl man schaut - ganz legal und gewollt - durchs schlüsselloch. wenn beim erscheinen einer biographie noch verwandte oder freundInnen der person leben wirds sowieso kritisch, denn ihr leben und ihre privatheit wird da ja auch ausgestellt. ein brilliantes buch über das problem von guten biographien und insbesondere der bücher über sylvia plath ist janet malcolms "the silent woman". wer liest nimmt ja bewusst oder unbewusst eine haltung zur beschriebenen person ein und die frage bleibt: was ist wahr? und: müssen wir wirklich alles wissen? und: ist dieses nachkauen und nachverdauen eines lebens nicht eigentlich schrecklich? 

 

heute ist der tag der befreiung vom faschismus (in deutschland gern auch: kapitulation genannt)

 

 

although i love to read biographies / autobiographies i have quite an ambiguous feeling towards  them. the best biographies are of course the ones that tell you very private maybe even secret events or scenes from a life and that does create a feeling of peeping through a keyhole. if there are still relatives or friends of the person in question alive things get complicated because their lives and feelings are exposed as well. a brilliant book about the problem of biographies and especially the books about sylvia plath is janet malcolms "the silent woman". the reader take consciously or unconsciously a position towards the person in question and the question stays: what is true? and: do we really have to know everything? and: isn't the chewing and devouring of the life of others in a way terrible?

 

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