tagebuch / diary

in meinem tagebuch schreibe ich in unregelmässigen abständen über ereignisse, gedanken, träume in meinem leben.

my diary reflects my thoughts, dreams and the events of my life.

fin'ora non riesco ancora di scrivere il diario internet in italiano, ma farò uno sforzo qualche volta!

c'est difficile pour moi ecrire mon journal internet en francais mais je veux essayer quelche fois!

Seite 3 von 1070

luisa in transition - 02.12.2019 um 10:30 Uhr

11b

salamandra wird gerade ins 21. jahrhundert geholt - ich bin noch etwas verwirrt und kann mit den neuen funktionen noch nicht richtig umgehen, das ist also ein versuch. und gemäss meinem spruch "aus der rolle fallen - aus der falle rollen" verändere ich jetzt auch meine einstellung zur steuererklärung: sie ist jetzt mein hobby.

» das horoskop 2020 ist online


salamandra is pulled into the 21. century - i'm still a bit confused and don't know how to handle the new functions yet. i'm trying. patience.

o and i decided to change my attitude towards tax declaration - it's now my hobby.


luisa in one world - 01.12.2019 um 08:12 Uhr

gegenüber vom frauenmuseum wiesbaden

gegenueber vom frauenmuseum



wiesbadener weihnachtsmarkt

Gleichzeitig mit meiner veranstaltung im frauenmuseum wiesbaden waren pussy riot in der stadt, schade, ich konnte nicht hingehen! Aber wir hattens auch lustig.

Bahn fahren – das letzte abenteuer der menschheit. Züge fallen aus, horden von männern mit bierflaschen. Warten am kalten zugigen bahnsteig. Junge frauen drehen kleine selfie filme, in denen ein paar mal das wort „bitches“ vorkommt. Kreischendes gelächter. Ah endlich ein zug – rappelvoll. Am münchner hauptbahnhof dann hunderte frustrierte bayernfans - die helden verloren zuhause.

Früher nannten wir die späte s-bahn lumpensammler. Eine betrunkene frau schafft es nicht in die bahn, eine andere frau schiebt sie rein. Sie bedankt sich höflich.
Ein mann mit kurzen hosen, rotgefrorenen wadeln kommt noch keuchend angerannt. Ich sage: möchten Sie sich hinsetzen? Er starrt mich an: „verkehrte welt“! Dann die gut gelaunte durchsage: liebe fahrgäste, willkommen in der regionalbahn nach wasserburg, unsere weiterfahrt verspätet sich noch um etwa zehn minuten.
Gegenüber von mir hustet ein mann, es klingt wie ein dieselmotor der vergeblich versucht zu starten. Dann fährt endlich der zug.
Ich steige aus in die 4 grad minus nachtkälte. Ein paar jugendliche tanzen auf dem bahnsteig, indem sie abwechselnd die füsse heben und den zeigefinger in die luft bohren. Mein fahrrad springt sofort an. „Da kommt die nachbarin mit dem radl“, ruft meine nachbarin, die auf einer weihnachtsfeier war.


luisa in one world - 28.11.2019 um 13:30 Uhr

olival da pega v2

ich wurde gemahnt, quellen anzugeben. hier ist eine:

der artikel "Wir sind neandertalerin" (www.spiegel.de)

und eine neandertalerin ist niemals ein neandertaler, auch kein weiblicher (nach luise pusch: eine kanarienvogelhalterin ist niemals ein kanarienvogelhalter, auch kein weiblicher)


luisa in one precious world - 28.11.2019 um 07:19 Uhr

neandertalerin1



neandertalerin2

Mein lieblingsthema zur zeit: die neandertalerin. Weil die erkenntnisse über sie, wenn sie denn endlich mal akzeptiert würden, die geschichte der frauen neu schreiben. Früher hiess es: neandertaler hatten keine kunst. Jetzt gibts überall in südfrankreich, in spanien und portugal, in asien und afrika, 60 000 jahre bis zurück zu 200 000 jahren oder älter, zeugnisse dafür, dass neandertalerinnen sehr wohl felsbilder und skulpturen schufen. Die wissenschaftler rätseln: wie starb „der neandertaler“ aus? Auf die einfachste lösung kommt irgendwie niemand.
Wir wissen, dass in heutigen menschen 4% neandertalerinnen gen stecken. Das gen von diesen frauen, die nur mädchen gebaren (aus welchem grund auch immer und ich kann mir da schon ein paar gute gründe vorstellen), auch das ist wissenschaftlich belegt. Da liegt doch der schluss nahe, dass neandertalerinnen nicht ausstarben sondern die gruppen sehr wenige männer hatten, die irgendwann warum auch immer / geschwächt durch zu wenig neue genetische anregung, durch krankheit ecc/ starben und die frauen sich vor rund 40.000 jahren mit den modernen menschen zusammentaten.
Die funde lassen ja eigentlich nur diesen schluss zu. Aber dass neandertalerinnen gruppen nur sehr wenige männer hatten, ist wahrscheinlich so schmerzhaft – war und ist doch der keulenschwingende neandertaler die lieblingsprojektion der wissenschaft und pseudowissenschaftlicher filmchen, dokumentationen und bildern – dass es noch ein weiter weg ist: fort von der frauenfeindlichen forschung, wenn man das überhaupt forschung nennen kann. Die archäologie ist vom selbst-herr-lichen geist des weissen mannes aus dem 19. jahrhundert immer noch total durchdrungen. Wissenschaft hat mit entdeckungen und darüber nachdenken zu tun. Die entdeckungen sind da. Es ist zeit, mal wirklich nachzudenken.

My favourite subject these days: the female neandertaler. Would science allow the almost only possible conclusion about her, it would change herstory radically. In old days scientists said: neandertals had no art. Now art by them, vom 60 000 years to even 200 000 years and older has been found in southern france, spain, southafrica ecc. Scientists ponder: how did the neandertal die out? The most plausible solution is like a hot potatoe – no one wants to touch it.
We know that there is 4% of genetic material of neandertal woman in every one of us, these women did not give birth to male offspring, for what reason it may be (and i can think of a few). If we have these genetic traces they must have got together with modern man. Why? Well i suppose their groups had only few men who, for reasons of inbreeding, diseases ecc, died. To even think this is of course a tabu – don‘t we see the violent bearded neandertal man with his club everywhere in pseudo scientific documentaries and films, pictures and the like. It‘s still a long way for science to leave the path of misogynist research – if it can be called research at all. Archeology is still full of egomaniacal spirit of the 19th century white male. Science has to do with discovering and thinking about it – well, the discoveries are there. Start thinking.


luisa in one absurd world - 26.11.2019 um 07:36 Uhr

verborgen

Was erst im biedermeier, im 18. jahrhundert, begann - die christliche kleinfamilie, mit dem dominanten vater an der spitze – hat bis heute grauenhafte auswirkungen auf die gesellschaft. Nach der vernichtungsaktion der kirche, der millionen von indigenen menschen, heilerInnen, schamanInnen, weise frauen und schliesslich vermögende frauen zum opfer fielen, von der kirche inquisition und hexenjagd genannt, etablierte sich wirksam bis heute: die familie, kleinste terroristische vereinigung laut pasolini, der gefährlichste ort für frauen und kinder, weil hier die meisten gewalttaten gegen sie verübt werden.

Unser antiautoritärer aufbruch in wohngemeinschaften und kommunen in den siebziger jahren - kinder zusammen wie geschwister aufwachsen lassen, gemeinsam kochen, feiern, konflikte in diskussionen lösen - gewalt war nicht drin - hat sich kaum gehalten. Heute bleiben viele paare „wegen der kinder“ zusammen, obwohl sie sich hassen, obwohl tägliche gewalt, auch verbale gewalt, das leben zur hölle macht. Aus wirtschaftlichen gründen muss heute eine frau nicht bei ihrem mann bleiben, geht sie aber, kann das sehr gefährlich werden. Immer noch zu wenige frauen wenden sich bei gewalt an den frauennotruf. Der staat, der für jeden scheiss geld locker macht, wird geizig wenns um notunterkünfte für frauen und kinder, um frauenhäuser geht. Ein lokalpolitiker sagte einmal zu mir: frauenhäuser zerstören die familie.
Frauen! Augen auf bei der partnerwahl. Die meisten gefahren zeigen sich im ansatz schon ganz am anfang, werden aber von den hormonen weggedrückt. Und auf jeden fall niemals allein zu einer letzten aussprache gehen!

kostenloses hilfetelefon gewalt gegen frauen: 080000116016
frauennotruf münchen 089/763737

The creation of the family with a father at the top as we know it today, only started in the 18th century. It has the most horrible effect on the society until today. After the extinction of indigenous people, healers, wise women, shamans and at last wealthy women,by the church called inquisition/ witch hunt, the christian family structure, the smallest terrorist group as pasolini once said, the most dangerous place for women and children because most violent attacks happen here, was firmly established.

In the seventies, we started into new ways of life: communal flats and shared houses, often in the country, where we put our children together, cooked our meals together and had fun, yes, also conflicts which were solved though in often long and tedious discussions, violence was no option.
Today many couples stay together „because of the children“ although they hate each other, although physical and/or verbal violence often makes life an unsupportable pandemonium.
Today a woman doesn‘t have to stay with her husband for economic reasons, but if she leaves she may be in great danger. Many women don‘t turn to women‘s shelters, and there are not enough shelters anyway. The government – ready to spend money for any bullshit – drag their feet financing shelters for women and children and refuges for battered women. I was told once by a local politician in bavaria: women‘s shelters destroy the family.
So women! Eyes and mind wide open when it‘s about choosing a partner. Many dangers light up faintly even in the very first time of a relationship but are pushed aside by hormons. Never go alone to a last discussion with the man you left!

Seite 3 von 1070